Immer wieder kracht es derzeit auf Südtirols Straßen. Die sommerlichen Temperaturen locken nämlich nicht nur mehr Menschen ins Freie, sondern bringen auch Autolenker ordentlich ins Schwitzen. <BR /><BR />„Die Aufmerksamkeit lässt nach, Geschwindigkeit wird falsch eingeschätzt, die Reaktionszeit verlängert sich und Gefahren werden nicht mehr rechtzeitig erkannt“, warnt Verkehrspsychologe Dr. Max Dorfer. Nicht zu unterschätzen ist auch die Gefahr durch Müdigkeit infolge des hitzebedingten Schlafmangels. <BR /><BR />„Man glaubt zwar, alles im Blick zu haben, die Wahrnehmung und somit die Fahrtauglichkeit ist aber bereits eingeschränkt“, erklärt Dr. Dorfer. Gerade für Rad- und Motorradfahrer kann das gefährlich werden, weil sie leichter übersehen werden. Aber auch hinterm Lenkrad selbst machen sich Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke bemerkbar: Der Fahrstil wird unkoordinierter und unsicherer. Nicht zuletzt schlägt die Hitze auch aufs Gemüt. „Ein langsamer Vordermann, ein kurzer Stau oder eine rote Ampel reichen oft aus, damit häufiger gehupt oder riskanter überholt wird“, so der Experte.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1328607_image" /></div> <BR />Um auch im Hochsommer sicher ans Ziel zu kommen, empfiehlt der Verkehrspsychologe, den Sicherheitsabstand zu erhöhen und regelmäßige Pausen einzuplanen. Außerdem sollte, wenn vorhanden, die Klimaanlage eingeschaltet werden – allerdings nicht zu kühl, um einen zu hohen Temperaturunterschied zwischen Fahrzeuginnenraum und Außenluft zu vermeiden. „Zudem soll man stets auf die Signale seines Körpers hören und wenn möglich längere Autofahrten in der Hitze vermeiden“, rät Dr. Dorfer. <BR /><BR />Vor Fahrtantritt sollte der Wagen gut durchgelüftet und ausreichend Wasser getrunken werden. Während der Fahrt gilt jedoch: Hände ans Lenkrad. Denn selbst der Griff zur Wasserflasche stellt eine physische Ablenkung dar und kann die Aufmerksamkeit im entscheidenden Moment beeinträchtigen.