Freitag, 19. Juni 2020

Sea-Watch wartet mit 211 Migranten an Bord auf sicheren Hafen

Das Rettungsschiff „Sea-Watch 3“ hat mittlerweile 211 Migranten aus dem Mittelmeer aufgenommen. Sie seien zwischen Mittwoch und Freitag von 3 verschiedenen Booten gerettet worden, erklärte die deutsche Hilfsorganisation Sea-Watch.

Unklar ist, wo die "Sea-Watch 3" anlegen darf. (Symbolbild)
Unklar ist, wo die "Sea-Watch 3" anlegen darf. (Symbolbild) - Foto: © APA (AFP/Archiv) / FEDERICO SCOPPA
In der Nacht sei das letzte Schiff entdeckt worden, in das bereits Wasser eingedrungen sei. Die Menschen bräuchten nun einen sicheren Hafen. Die „Sea-Watch 3“ befand sich am Freitag zwischen Malta und der italienischen Insel Lampedusa.

Italien und Malta hatten sich in der Corona-Pandemie zu nicht sicheren Häfen erklärt. Zuletzt waren Rettungsschiffe mit Migranten erst nach längeren Verhandlungen und nach einer Corona-Quarantäne auf Schiffen an Land gelassen worden.

Trotz Pandemie brechen Migranten von Libyen in Richtung Europa auf

Menschenrechtsorganisationen kritisieren, dass die Menschen auch mit Hilfe der EU zurück ins Bürgerkriegsland Libyen gebracht werden, wo ihnen schwerste Misshandlungen drohen.

Ende Juni vor einem Jahr war die „Sea-Watch 3“ mit der Kapitänin Carola Rackete ohne Erlaubnis mit Dutzenden Migranten an Bord in den Hafen von Lampedusa gefahren. Der Streit mit dem damaligen rechten Innenminister Matteo Salvini machte international Schlagzeilen.

dpa