Die Idee dazu stammt von Vizebürgermeister <b>Stephan Konder</b> und wurde bereits in dessen Zeit als Stadtrat für Wirtschaft und Tourismus geboren. Inzwischen hat sie Anhänger gefunden, denn auch Mobilitätsstadtrat Stefano Fattor hat den Vorschlag, der heute im Stadtrat einstimmig genehmigt wurde, unterzeichnet. Ingenieur Massimo Calderara hat damit den Auftrag erhalten, um 25.000 Euro eine Machbarkeitsstudie für die Verbindung Bozen-Virgl-Kohlern auszuarbeiten. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1031454_image" /></div> <BR /><BR />Abgabetermin ist bereits Anfang August. Bis dahin soll geklärt werden, welche Art von Bahnverbindung für die Strecke in Frage käme, wie die Bahngleise und Hochspannungsleitungen, die auf der Trasse angesiedelt sind, überwunden werden könnten. Auch soll klarer werden, ob der Einstieg in die heutige Unterführung zum Parkhaus Bozen-Mitte am Verdiplatz der geeignete Standort für die Talstation sein kann. <BR /><BR />„Bekanntlich liegt in der Nähe die Einfahrt in den neuen Tunnel, die natürlich in der Planung berücksichtigt werden muss. Prinzipiell hat mir Ingenieur Calderara aber zugesichert, dass es dort möglich wäre, die Talstation anzusiedeln“, sagt Konder. Er stellt sich vor, dass der Bereich rund um die Station auch ansprechender gestaltet werden könnte. „Bekanntlich muss die Unterführung zum Parkhaus derzeit ja in der Nacht gesperrt werden, weil sich dort Obdachlose ansiedeln“, erwähnt der Vizebürgermeister. <BR /><BR />Von dort aus soll die Bahn (ob Seil- oder Umlaufbahn ist noch zu klären), zum Virgl fahren, wo mit den neuen Eigentümern verhandelt werden muss, denn im Bereich der historischen Bergstation soll auch die neue Station (genauer gesagt Mittelstation) entstehen. Dann beginnt jener Teil des Projekts, der eine gänzlich neue Trasse beinhaltet und zwar die Verbindung Virgl-Kohlern. Auch hier ist die technische Machbarkeit zu prüfen.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1031457_image" /></div> <h3>Kosten von etwa 30 Millionen Euro</h3>Was die Kosten betrifft, geht Konder von einer Summe um die 30 Millionen Euro aus, die zum Großteil von der Landesverwaltung, aber auch durch andere Beiträge gedeckt werden könnte. Sollte das Mammutprojekte verwirklicht werden, würde Konder die historische Kohlerer Bahn auflassen. „Denn Ziel ist es, die Seilbahnen bis ins Zentrum zu führen“, spricht Konder den dezentralen Standort der heutigen Kohlerer Talstation an. Dass damit nicht alle glücklich sein würden, ist vorauszusehen, handelt es sich doch um die vermutlich älteste Seilbahn der Welt. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1031460_image" /></div> <BR />Doch Konder meint, davon sei eigentlich nur noch die Trasse übrig geblieben. „Wenn dann könnte man im obersten Teilstück eine Historisierung durchführen und die alten Masten und Kabinen wieder aufstellen. Eventuell auch verbunden mit einer Ausstellung über die Entwicklung der Seilbahnen.“