Donnerstag, 22. Juli 2021

Seilbahn-Unglück am Lago Maggiore: Vorverhandlung begonnen

Bei einer Vorverhandlung zur Aufarbeitung des Seilbahn-Unglücks am Lago Maggiore am 23. Mai hat sich der Anwalt des angeklagten Seilbahnbauers Leitner, Paolo Corti, am Donnerstag überzeugt gezeigt, dass das Unternehmen sein korrektes Verhalten im Umgang mit den Sicherheitsvorschriften beweisen wird.

Nach dem tragischen Seilbahn-Unglück am Lago Maggiore haben die Vorverhandlungen begonnen.
Nach dem tragischen Seilbahn-Unglück am Lago Maggiore haben die Vorverhandlungen begonnen. - Foto: © CNSAS
„Leitner hat alles getan, was im Wartungsvertrag vorgesehen ist“, betonte Anwalt Corti laut Medienangaben.

„Wir wollen begreifen, warum das Seil gerissen ist. Leitner will beweisen, stets nach Vorschriften gehandelt zu haben“, ergänzte der Anwalt bei der Vorverhandlung in der Kleinstadt Verbania am Lago Maggiore.

In Zusammenhang mit dem Seilbahnunglück mit 14 Todesopfern wird gegen insgesamt 12 Personen ermittelt.

Zu ihnen zählt auch der Leitner-Vorstandsvorsitzende Anton Seeber, sowie 3 weitere Mitarbeiter. Das Unternehmen habe den Ermittlern „umfangreiche Dokumente zur Verfügung gestellt“, betonte der Anwalt. Diese würden belegen, dass alle Wartungsarbeiten und Kontrollen gesetzes- und vertragskonform durchgeführt wurden.

An der Vorverhandlung am Donnerstag nahm auch der Betriebsleiter der Seilbahn, Gabriele Tadini, teil. „Dieses Seil hätte nicht reißen sollen, es ist unbegreiflich. Ich kann mir nicht erklären warum“, sagte Tadini laut seinem Anwalt Marcello Perillo.

Das tödliche Seilbahnunglück am Lago Maggiore war offenbar auch durch die absichtliche Abschaltung eines Sicherheitssystems ausgelöst worden.

Bei dem Absturz starben Familien, junge Paare und 2 Kinder.

Ein 5-jähriger Bub ist der einzige Überlebende.

apa