Dabei handelt sich um Luigi Nerini, Eigentümer des Seilbahnbetreibers „Ferrovie del Mottarone“, um den technischen Direktor Enrico Perocchio und um Betriebsleiter Gabriele Tadini. Ihnen werden - teils in unterschiedlichem Maße - Straftaten zur Last gelegt: Gefährdung der Verkehrssicherheit, fahrlässige Herbeiführung einer Katastrophe, fahrlässige Tötung und Körperverletzung. <BR /><BR />Ein Prozess wurde auch gegen Martin Leitner, Delegierter des Verwaltungsrates von des Südtiroler Seilbahnbauers Leitner, sowie Peter Rabanser, Leiter des Kundendienstes, gefordert. Der Südtiroler Seilbahnbauer Leitner und der Betreiber Ferrovie del Mottarone waren bereits im März aus dem Verfahren gestrichen worden.<BR /><BR />Am 23. Mai 2021 war das Zugseil der Seilbahn kurz vor der Bergstation gerissen. Eigentlich hätten die Notbremsen am Tragseil greifen müssen. Diese waren laut bisherigen Ermittlungen aber mit Klammern blockiert, da sie im laufenden Betrieb für Störungen gesorgt haben sollen. Die Gondel raste talwärts, sprang an einer Seilbahnstütze aus der Verankerung und schlug auf dem Boden auf. <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/seilbahnunglueck-am-lago-maggiore-video-zeigt-todesfahrt" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">(Wir haben berichtet)</a><BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1155993_image" /></div> <BR /><BR />14 Menschen starben beim Unglück. Der einzige Überlebende war der 5-jährige Etan. Seine israelischen Eltern, sein jüngerer Bruder und seine beiden Urgroßeltern kamen ums Leben. Danach brach ein Streit ums Sorgerecht für das Kind aus. Es wurde einer in Norditalien lebende Tante väterlicher Seite anvertraut.<h3> Tödliches Seilbahnunglück vergangene Woche</h3>Erst vergangene Woche ist es erneut zu einem schweren Seilbahnunglück in Italien gekommen. Die Tragödie ereignete sich am Gründonnerstag am Berg Faito nahe Neapel gegen 15.00 Uhr. <BR /><BR />Nach bisherigem Erkenntnisstand riss ein Kabel, kurz bevor die Gondel die Bergstation erreichte. Nach ersten Ermittlungen raste sie dann mehrere hundert Meter in einer Höllenfahrt talwärts und stürzte an einem Pfeiler schließlich in die Tiefe. Der genaue Hergang muss noch geklärt werden. <BR /><BR />Vier Personen kamen ums Leben - zwei Engländer, eine Israeli und ein Italiener. Ein weiterer Israeli liegt mit lebensgefährlichen Verletzungen im Krankenhaus in Neapel. Mehrere deutsche Touristen, die auf derselben Strecke in einer anderen Gondel saßen, kamen mit dem Schrecken davon.