Margherita Lega wollte – <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/piemont-41-jaehrige-trentinerin-stirbt-bei-seilbahnunglueck-100-meter-abgestuerzt" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">wie berichtet</a> – gemeinsam mit ihren beiden Söhnen, 6 und 9 Jahre alt, und ihrem Mann Rocco ein paar Urlaubstage in der Gegend von Calasca Castiglione im Piemont verbringen. Die Familie aus Fiavè war gerade auf dem Weg zu einer Berghütte im Anzasca-Tal, als es zu dem tragischen Unglück kam.<h3> Von Materialbahn mitgerissen</h3>Ersten Rekonstruktionen zufolge wollte die 41-jährige Lehrerin und Mutter gegen 11 Uhr wohl gerade Gepäck mit einer Materialbahn auf den Berg transportieren lassen. Als die Mutter noch beim Verladen war, soll die Materialbahn aus bisher ungeklärten Gründen gestartet sein, wie die italienische Tageszeitung „il Gazzettino“ berichtet; die Bahn habe Lega bergaufwärts mitgerissen.<BR /><BR />Ob sich die Kleidung der 41-Jährigen verheddert hatte, oder ob sich die Frau auf der Materialbahn befunden hatte, als diese sich plötzlich in Bewegung setzte, bleibt vorerst unklar.<h3> 100 Meter in den Tod gestürzt</h3> Die Mutter habe sich verzweifelt an der Materialbahn festgeklammert, irgendwann gelangte sie jedoch ans Ende ihrer Kräfte; sie stürzte vor den Augen ihrer Liebsten 100 Meter tief in den Abgrund. Die Einsatzkräfte rückten sofort aus, für Margherita Lega kam jedoch jede Hilfe zu spät.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1047930_image" /></div> <BR /><BR />Die Feuerwehr, die Finanzpolizei und die Bergrettung Domodossola bargen den Leichnam der Frau, die gebürtig aus Riva del Garda stammt, indem sie sich mit einer Winde aus einem Hubschrauber abseilten. Der Leichnam wurde aus etwa 100 Meter unterhalb der Anlage, in einem Tal in der Ortschaft Porcareccia di Calasca Castiglione, geborgen.<h3> Beide Söhne unter Schock </h3>Die beiden 6 und 9 Jahre alten Kinder, die die Tragödie mit ansehen mussten, wurden vorübergehend in einem örtlichen Sommercamp untergebracht. Sie werden von Psychologen betreut. Der Ehemann wurde von den Ermittlern befragt.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1047933_image" /></div> <BR /><BR />Die private Materialbahn wird derzeit überprüft. Sie erstreckt sich über eine Strecke von 400 Metern bis zum gegenüberliegenden Hang, wo sich Hütten befinden, die an Touristen vermietet werden. Auch die Eigentumsverhältnisse gilt es noch zu klären, der Betreiber wurde von den Carabinieri befragt.<h3>Private Materialbahn beschlagnahmt</h3> „Mir ist nicht bekannt, dass die Anlage jemals Probleme verursacht hätte“, sagte die Bürgermeisterin von Calasca Castiglione, Silvia Tipaldi. „Wir werden die Familie so lange beherbergen, wie es nötig ist.“<BR /><BR />Staatsanwalt Mezzina ordnete die Beschlagnahme der Materialbahn an. Im Moment gibt es keine Verdächtigen, der Betreiber könnte jedoch wegen Totschlags angeklagt werden.