Hermann Atz ist am Samstag bei einem Bergunfall tödlich verunglückt <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/toedlicher-kletterunfall-grosse-trauer-um-hermann-atz-73" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">(STOL hat berichtet)</a>. „Sein Tod hinterlässt eine große Lücke – sowohl menschlich als auch wissenschaftlich und gesellschaftlich“, unterstreicht „politika“. <BR /><BR />Hermann Atz war ausgebildeter Physiker und Politikwissenschaftler und prägte die Politikwissenschaft in Südtirol maßgeblich. 1993 gründete er gemeinsam mit Helmuth Pörnbacher das Sozialforschungsinstitut Apollis in Bozen, dessen wissenschaftliche Arbeit er entscheidend mitgestaltete. <BR /><BR />Besonders durch seine repräsentativen Meinungsumfragen und Analysen zu Wahlen, Politik, Bildung, Sozialwesen und dem Zusammenleben der Sprachgruppen wurde er zu einer wichtigen Stimme der Südtiroler Gesellschaft.<h3> Lehrender, Kommentator und engagierter Bürger</h3>Neben seiner Forschung war Atz auch als Lehrender, Kommentator, Referent und gesellschaftlich engagierter Bürger tätig. Er lehrte Statistik an der Universität Innsbruck und an der Freien Universität Bozen und wurde wegen seiner klaren Sprache, analytischen Schärfe und Unabhängigkeit parteiübergreifend geschätzt. Er scheute auch deutliche Kritik an der Politik nicht und verstand sich als engagierter Vertreter der Zivilgesellschaft.<BR /><BR />Seit der Gründung der Südtiroler Gesellschaft für Politikwissenschaft im Jahr 2008 war er dort in verschiedenen Funktionen aktiv und verfasste zahlreiche Beiträge für das Jahrbuch „Politika“.<BR /><BR />„Sein Tod macht deutlich, wie groß seine Bedeutung für Wissenschaft, Politik und Gesellschaft in Südtirol war. Die von ihm hinterlassene Lücke wird nur schwer zu schließen sein“, so die Südtiroler Gesellschaft für Politikwissenschaft abschließend.