Freitag, 02. September 2016

Seis: Zwei junge Südtiroler tödlich verunglückt

Seit Freitagmorgen herrscht traurige Gewissheit, die zwei vermissten Kletterer, die 27-jährige Helene Hofer aus Brixen und der 25-jähriger Andreas Kopfsguter aus Niederdorf, sind bei ihrer Klettertour auf den Santner tödlich verunglückt.

Der Rettungshubschrauber bei der Talstation der Seiser Alm Bahn. - Foto: STOL
Badge Local
Der Rettungshubschrauber bei der Talstation der Seiser Alm Bahn. - Foto: STOL

Die beiden Südtiroler waren am Donnerstag zu einer Klettertour in Richtung Santner oberhalb von Seis aufgebrochen und sollen, ersten Informationen zufolge, den Pepi-Schmuck-Gedächtnisweg als Route gewählt haben, eine der schwierigsten Routen am Santner.

Als sie am Abend noch immer nicht zurückgekehrt waren, wurden die Einsatzkräfte alarmiert, die sofort zur Suchaktion ausrückten - die Kletterer konnten aber, obwohl die Freiwillige Feuerwehr Seis den Santner die ganze Nacht über ausleuchtete, nicht gefunden werden.

Am Morgen der traurige Fund

Auch am frühen Freitagmorgen suchten der Landesrettungshubschrauber Pelikan 1 gemeinsam mit dem Bergrettungsdienst Seis weiter nach den Vermissten. Als der Tag anbrach, fanden die Rettungskräfte die Verunglückten bereits nach kurzer Zeit: Andreas Kopfsguter (25) aus Niederdorf und Helene Hofer (27) aus Brixen waren tödlich verunglückt.

Der Pelikan 1 bei seinem Suchflug am Freitagmorgen. - Foto: STOL

 

Unfallursache unklar 

Wie es zu dem tragischen Unglück kommen konnte, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar. Angaben der Carabinieri zufolge, stürzten die beiden Südtiroler rund 200 bis 300 Meter ab. Die Verletzungen, die sie dabei erlitten, waren tödlich.

Die Carabineri Kastelruth ermitteln, im Einsatz stand auch die Notfallseelsorge.

Die Bergrettung stand die ganze Nacht im Einsatz, doch für die Kletterer kam jede Hilfe zu spät. - Foto: DLife

 

Zwei erfahrene Kletterer, gut ausgerüstet

Hofer und Kopfsguter galten als sehr erfahrene Alpinisten. Sie waren gut ausgerüstet.

Der Pepi-Schmuck-Gedächtnisweg wurde 1971 eröffnet und gilt als recht schwierig (6+). Er wird als steile Kletterei an teils brüchigem Fels beschrieben.

stol

stol