Für seinen 50-jährigen ehrenamtlichen Einsatz erhielt er heuer die Verdienstmedaille des Landes Tirol.<BR /><BR />Bald nach seiner Übersiedelung nach Plaus begann sich Heinrich Kainz im Verkehrsverein (später Tourismusverein), in dem er bis vor 3 Jahren mitgearbeitet hat, im KVW und im Sportverein, dessen Gründungsmitglied er auch ist, zu engagieren. Sein Einsatz für die Pfarre Plaus wurde ihm mit den Jahren immer wichtiger. 1990 wurde er zum Pfarrgemeinderatspräsidenten bestimmt. Heute ist er im Vermögensverwaltungsrat.<BR /><BR />„Meine Motivation war, die Pfarrei wirtschaftlich abzusichern. Sie war arm wie eine Kirchenmaus“, blickt Heinrich Kainz zurück. Mit dem Bau eines halben Reihenhauses, Anfang der 1990er Jahre, ohne Startkapital, kam über die Mieteinnahmen Geld in die Pfarrkasse. So konnten die Pfarrkirche zum hl. Ulrich umfangreich restauriert und Fresken (Sumpfblumen) aus dem 15.Jahrhundert im Chorgewölbe freigelegt werden.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="962014_image" /></div> <BR /><BR />„Mir ging es immer darum, gemeinschaftliche Projekte und etwas Identitätsstiftendes für Plaus zu schaffen“, unterstreicht Kainz. So kam es, dass er zusammen mit dem damaligen Bürgermeister Arnold Schuler bei Luis Stefan Stecher den Plauser Totentanz in Auftrag gab.<BR />Der Totentanzzyklus ist neben der neuen Kirche zur hl. Monika zu einem Anziehungspunkt für Menschen aus nah und fern geworden. Bis heute macht Heinrich Kainz Kulturführungen mit dem Schwerpunkt auf dem Plauser Totentanzyklus.<BR /><BR />Für die neue Wallfahrtskirche brauchte er einen besonders langen Atem. Von der Idee 1995 bis zur Verwirklichung 2016/17 dauerte es über 20 Jahre. „Die Bevölkerung konnte nicht so schnell überzeugt werden“, sieht er einen Aspekt; der andere war die fehlende Finanzierung. Um Gottes Lohn hat er das Projekt vorangetrieben und war auch Projektsteurer.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="962017_image" /></div> <BR /><BR />„Ich musste viel Energie und Hartnäckigkeit in das Projekt stecken“, resümiert er. Die Empfehlung des kirchlichen Denkmalpflegers, Karl Gruber, die Wallfahrtskirche der hl. Monika zu weihen, machte sich mehr als bezahlt. Plaus ist zu einem Wallfahrtsort geworden.<BR /><BR />Sein neuestes Projekt ist ein Monitor in der Ulrichskirche, auf dem die Geschichte von Plaus und der beiden Kirchen erzählt wird.<BR /><BR />Die Heimatpflege ist seit der Gründung des Heimatpflegevereins Naturns-Plaus im Jahr 1996 ein weiteres wichtiges Betätigungsfeld für den rührigen Plauser. Jahrelang bemühte er sich um den Erhalt der Egger-Platzer-Mühle, ließ den Kalkofen am Birchberg restaurieren, recherchierte über den Absturz des amerikanischen Bombers 1945 im Melstal, ließ 2004 die Froschmetamorphosen im Dorfpark errichten, schrieb Broschüren und die Fortsetzung der Plauser Chronik und richtete das Archiv der Pfarrei Plaus neu ein. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="962020_image" /></div> <BR /><BR />Dass das Pixnerhaus, das älteste Plauser Gebäude, erhalten wurde und den Vereinen zur Verfügung steht, ist auch dem Engagement von Heinrich Kainz zu verdanken.<BR /><BR />Und wie könnte es anders sein: Heinrich Kainz engagierte sich auch für die Südtiroler Volkspartei in Plaus: Von 1990 bis 1995 war er Gemeinderat, von 2000 bis 2015 Gemeindereferent. 2009 führte er die Gemeinde als Vizebürgermeister nach der Wahl von Bürgermeister Arnold Schuler in den Landtag. „Gemeinsam haben wir neben dem Totentanzzyklus auch das Projekt Bahnhof Plaus vorangetrieben“, erinnert sich Kainz.<BR /><BR />Auf seine „Wahlheimat“ ist er stolz: „Plaus entwickelt such langsam. Das ist gut. Alles im Dorf ist zentral, das ist auch vielen glücklichen Umständen zu verdanken.“<BR />