Zwei Stunden lang beantwortete Pircher Fragen von Rispoli rund um die Gesellschaft „Stein an Stein GmbH Italia“ und das Kraftwerk, dessen Kauf die SEL AG abgelehnt hatte.Neben Pircher hatte auch Rudi Stocker, Bruder des mittlerweile zurückgetretenen SEL-Präsidenten Klaus Stocker, eine Bürgschaft geleistet.Mit der Bürgschaft haben sie das Darlehen abgesichert, das zum Kauf des Mittewalder Kraftwerkes durch die „Stein an Stein GmbH Italia“ benötigt wurde.Pircher erklärte, dass er als Teilhaber in das Kraftwerk einsteigen wollte und deshalb die Bürgschaft geleistet habe.Letztendlich habe er sich aber doch gegen den Kauf der Anteile entschieden. Er sei nicht Teilhaber beim Kraftwerk in Mittewald und habe die Bürgschaft auch nicht für andere Personen geleistet, so Pircher.Die Bozner Staatsanwaltschaft versucht derzeit bei ihren Ermittlungen im SEL-Skandal zu klären, wer hinter der Gesellschaft „Stein an Stein GmbH Italia“ steckt.70 Prozent von „Stein an Stein“ gehören der Österreicherin Petra Windt, einer ehemaligen Studienkollegin von SEL-Generaldirektor Maximilian Rainer, die restlichen 30 Prozent der Energieverwaltungs- und Beteiligungsberatung (EVB) mit Rechtssitz in Lienz.Der Sitz der „Stein an Stein Italia“ in Südtirol ist bei Wirtschaftsberater Paul Schweitzer angesiedelt. Den Ermittlungen zufolge hat Schweitzer von Windt eine Generalvollmacht, die ihm die alleinige Verfügungsgewalt über ihren Anteil des Kraftwerks gibt.