Nachdem es die Landesregierung am Vormittag nicht mehr geschafft hatte, sich mit dem Bericht des Strom-Experten Giuseppe Caia auseinanderzusetzen, ist sie am späten Nachmittag zu einer Sitzung zusammengekommen.„Bei dieser ist der Bericht und die entsprechende Bewertung der Juristen des Landes überprüft worden ist“, heißt es in einer Pressemitteilung nach der Sitzung.Auf Basis des Caia-Berichts und der landeseigenen Bewertung habe die Landesregierung am Montag gleich mehrere Schritte in die Wege geleitet, heißt es darin weiter.Das beste Angebot soll gewinnenSo werde sie die für die Überprüfung der Konzessions-Bewerbungen zuständigen Ämter damit beauftragen, die eingereichten Gesuche auf der Grundlage der unverfälschten Originaldokumente noch einmal zu überprüfen.„Die dabei entstehenden Gutachten der Ämter sollen von einer externen Expertenkommission überprüft werden, bevor sich dann die Landesregierung damit befasst“, heißt es weiter.„Falls aufgrund dieser Bewertungen herauskommen sollte, dass ein anderer Bewerber das beste Angebot gestellt hat, wird die Landesregierung die ausgestellte Konzession widerrufen und dem Bewerber mit dem besten Angebot zuteilen.“Land will Teile der SEL abtretenDarüber hinaus beabsichtige die Landesregierung, ihre Mehrheit an der SEL zu reduzieren und werde deshalb entsprechende Verhandlungen mit den Gemeinden aufnehmen.Eventuell könne auch die Ausgabe von Volksaktien ins Auge gefasst werden.Streitfälle möglichst durch Vergleiche lösen"Es ist zudem politische Ausrichtung der Landesregierung, durch Verhandlungen mit allen Beteiligten die rund um die gewährten Konzessionen behängenden Streitfälle durch einen Vergleich zu lösen", heißt es aus der Landesregierung.Sie habe schließlich die Anwaltschaft im Zusammenhang mit der nun gefällten gerichtlichen Entscheidung rund um den Austausch der Bewerbungsunterlagen mit dem Schutz der Interessen des Landes auf zivilrechtlicher Ebene beauftragt.