Mittwoch, 17. Mai 2017

Selbstmordrate: Italien unter dem EU-Durchschnitt

Litauen hat in der EU die höchste Selbstmordrate, Griechenland und Zypern die geringste. Italien liegt mit 6 Selbstmorden pro 100.000 Einwohner unter dem EU-Durchschnitt. Dies geht aus Zahlen des EU-Statistikamtes Eurostat vom Mittwoch hervor.

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Mit 32 Selbstmorden pro 100.000 Einwohner sticht Litauen deutlich negativ hervor, dahinter liegen Lettland, Ungarn und Slowenien (jeweils 19), Estland (18), Belgien, Kroatien (je 17), Polen (16), Österreich und Finnland (je 15), Tschechien und Frankreich (je 14), Luxemburg (13) sowie Dänemark, Deutschland und Schweden (12).

Unter dem EU-Durchschnitt liegt die Selbstmordrate in Zypern und Griechenland (je 5 pro 100.000 Einwohner), Italien (6), Großbritannien (7), Spanien und Malta (je 8) sowie Bulgarien (10). Irland, die Niederlande, Portugal, Rumänien und die Slowakei liegen genau im EU-Durchschnitt.

Vor Männer und Senioren nehmen sich das Leben

Die Zahlen von Eurostat stammen aus dem Jahr 2014. Von den 4,9 Millionen Todesfällen in der gesamten EU in diesem Jahr waren 58.000 Selbsttötungen, das sind 1,2 Prozent. Fast acht von zehn Selbstmorden wurden von Männern begangen (77 Prozent), und fast die Hälfte (48 Prozent) der Selbstmörder waren in einem Alter zwischen 40 und 65 Jahren.

In absoluten Zahlen verzeichnete Deutschland im Jahr 2014 die meisten Selbsttötungen (10.300), gefolgt von Frankreich (9.100) und Polen (6.000).

In Südtirol bietet unter anderem die Caritas mit ihrer Telefonseelsorge Unterstützung für alljene, die nicht mehr weiter wissen. Die Telefonseelsorge ist unter der Grünen Nummer 840 000 481 Tag und Nacht durchgehend zu erreichen.

apa/stol

stol