Donnerstag, 30. Juni 2016

Selfie überführt Einbrecherbande: Auch im Unterland zugeschlagen

Die Verantwortlichen für über 100 Diebstähle Einbrüche in Norditalien sind vermutlich gefasst: Die Carabinieri sind einer mutmaßlichen Einbrecherbande auf die Schliche gekommen. Nun sitzt der Großteil der Gruppe in Haft. Überführt von einem Selfie.

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Monatelang zogen sie angeblich plündernd durch Norditalien. Am Ende wurde ihnen wohl ein kleiner Moment der Unbekümmertheit zum Verhängnis: Wie italienische Medien am Donnerstag berichten, ist den Carabinieri von Trient eine mutmaßliche Einbrecherbande ins Netz gegangen.

Sollen im Unterland 14 Mal zugeschlagen haben

Die Gruppe soll für 114 Einbrüche in ganz Norditalien verantwortlich sein, 14 Mal habe sie allein im Unterland zugeschlagen. Die Einbrüche in Südtirol gehen, so wird berichtet, auf den Zeitraum zwischen November und Dezember 2015 zurück. Insgesamt sollen die Täter Gegenstände und Bargeld in Wert von 200.000 Euro erbeutet haben.

Gegen 20 mutmaßliche Einbrecher – sie sollen zum Großteil aus Albanien stammen – wurde ein Haftbefehl erlassen. Berichten zufolge säßen nun 10 Männer in Gefängnissen in Norditalien ein, 7 weitere seien nach Albanien zurückgekehrt und würden mit internationalem Haftbefehl gesucht. Nach den restlichen 3 werde noch gefahndet.

Selfie verrät mutmaßliche Diebesbande

Überführt hat die mutmaßliche Verbrecherbande eine Tücke der Technik: Einer der Verdächtigen habe mit einem gestohlenen Tablet ein Selfie geschossen, berichten italienische Medien am Donnerstag – ein Schnappschuss, der dann auf direktem Wege auf dem Computer des Diebstahlopfers gelandet sei. Offensichtlich wussten die mutmaßlichen Diebe nicht, dass Tablet und Computer miteinander verbunden waren. Der rechtmäßige Besitzer des Tablets meldete den Vorfall umgehend den Carabinieri. Die Ermittlungen unter dem Namen „Operation Selfie“ haben nun mit den 20 Haftbefehlen ihren Abschluss gefunden.

stol

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