Samstag, 19. März 2022

Seniorenheim St. Josef: Kein Verständnis für Bettenreduzierung

Bald wird umgezogen: Die mit der Reduzierung der Pflegebetten vom Land indirekt erzwungene Schließung des Seniorenwohnheims St. Josef in Tisens steht kurz bevor, weil Soziallandesrätin Waltraud Deeg trotz zahlreicher Vermittlungsversuche und Aussprachen bis jetzt nicht eingelenkt hat (die „Dolomiten“ berichteten, siehe digitale Ausgabe).

Die Schließung des Seniorenwohnheims St. Josef in Tisens steht kurz bevor. - Foto: © seniorenheim tisens

So wie viele andere Bürger in Tisens und darüber hinaus hat auch Marianna Gassebner Kofler kein Verständnis für die Entscheidung Deegs, die Anzahl der Pflegebetten zu reduzieren. Sie wohnte 5 Wochen lang im Seniorenwohnheim, um sich zu erholen bzw. um wieder auf die Beine zu kommen. Und sie ist voll des Lobes für das von den Schwestern des Deutschen Ordens geführte Heim.

„Im Seniorenwohnheim St. Josef habe ich mich wohlgefühlt und gut erholt“, blickt Gassebner Kofler dankbar zurück. „Ich wurde hervorragend betreut und die Mitarbeiter waren freundlich und kompetent. Und auch am Essen war nichts auszusetzen. Jetzt hört man, dass die Zimmer plötzlich zu klein wären, davon habe ich aber nichts gemerkt. Ich hatte überhaupt nichts zu bemängeln.“ Auch die anderen Heimgäste und ihre Angehörigen hätten nie geklagt.

Im Seniorenwohnheim St. Josef habe sie sich wie in einer Familie gefühlt, so als wäre sie zu Hause gewesen. Weil sie im Heim so gut betreut worden sei, habe sie ihren Aufenthalt sogar um eine Woche verlängert.

„Ich würde mich wieder für das Seniorenwohnheim St. Josef entscheiden, wenn ich Betreuung bräuchte“, betont Marianna Gassebner Kofler. „Für mich ist es unverständlich, dass die Pflegebetten reduziert wurden.“

Übrigens: Der Deutsche Orden hat beim Land darum angesucht, auch das Erdgeschoss und das dritte Stockwerk des Gebäudes zu nutzen, um den Richtlinien für die benötigten 41 Pflegebetten zu entsprechen. „Bis jetzt gab es aber leider keine Reaktion aus Bozen“, bedauert Heimdirektor Sepp Haller.



fm

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