Freitag, 05. Juni 2020

Seniorenheime: Ende der einsamen Wochen in Sicht

Ab kommender Woche soll es so weit sein: Per Beschluss der Landesregierung wird am Dienstag auch in Südtirols Seniorenheimen „Phase 2“ eingeläutet. Dann sollen Besuche ebenso wieder möglich sein wie Neuaufnahmen – natürlich immer mit den entsprechenden Schutzmaßnahmen.

Kommende Woche sollen Besuche in Seniorenheimen wieder möglich sein.
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Kommende Woche sollen Besuche in Seniorenheimen wieder möglich sein. - Foto: © shutterstock
Mit 11 Infizierten (Stand Mittwochabend) ist man in Südtirols Altersheimen von der geforderten „Quote Null“ nicht mehr all zu weit entfernt. Wie berichtet, will man diese für eine vorsichtige Rückkehr in den neuen Heimalltag abwarten. Wie der Weg dahin aussehen soll, wird die Landesregierung am Dienstag per Beschluss festlegen.

Demnach könnten nach monatelanger Abschottung schon am Mittwoch wieder die ersten Besuche von Familienangehörigen möglich sein. „Natürlich mit den vorgeschriebenen Schutzmaßnahmen“, sagt Landesrätin Waltraud Deeg. Dazu zählen Mund- und Nasenschutz ebenso wie Abstand halten, Hände desinfizieren und Fieber messen am Eingang. „Auch das soziale Leben in den Heimen soll wieder möglich sein – und nicht zuletzt sollen auch die Freiwilligen wieder zurückkehren dürfen“, so Deeg.

„So wie vor Corona geht es sicher nicht.“

Klare Vorgaben im Bereich Neuaufnahmen gibt es bereits von der obersten Gesundheitsbehörde. „Die mussten wir stoppen, auch um Isolierungsbetten freizuhalten“, sagt Deeg. „Letztere sind auch weiter vorgesehen.“ Eines ist aber jetzt schon klar: „So wie vor Corona geht es sicher nicht. Wir befinden uns noch immer in der Pandemie“, sagt sie.

Unbedingt noch nachbessern will Deeg bis Dienstag bei der Neuregelung für die Einrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigung. „Zu Wochenendbesuchen daheim sagt die Sanität noch nein. Dabei hatten wir in allen Einrichtungen nur einen einzigen Coronafall“, sagt sie. Dasselbe gilt bei den Sommeraktivitäten für Menschen mit Beeinträchtigung. „Wir können diese Menschen nicht in Watte packen“, sagt Deeg. „Da gilt es eben mutige Schritte zu machen und unterwegs wenn nötig nachzubessern.“




d