Die Südtiroler Gesellschaft altert, die Betten in den Alters- und Pflegeheimen reichen bei weitem nicht aus, und die Wartelisten sind lang – auch in der Landeshauptstadt. Dort steht nun jedoch ein neues Projekt kurz davor, eine weitere Hürde zu nehmen.<BR /><BR /><BR /><BR />Laut aktuellen Zahlen der Gemeinde Bozen gibt es derzeit in den öffentlichen und privaten Altersheimen 848 Betten - 15 weniger als 2025, was „kleineren Arbeiten geschuldet ist“, hatte Sozialstadträtin Patrizia Brillo kürzlich erklärt. 24 neue Betten sollen in der Villa Europa gebaut werden, die Arbeiten sollen innerhalb Ende 2027 beginnen. Ebenfalls im kommenden Jahr sollen Abriss und Neubau des Don-Bosco-Heims starten: Dort werden 149 Betten zur Verfügung stehen, 15 weniger als die derzeitigen 164. Beide Projekte sind bereits vom Stadtrat genehmigt. <BR /><BR /><BR />Neue Altersheimbetten sollen vor allem durch das Projekt Rosenbach in Haslach entstehen, das wie im Grieserhof nach dem Modell „Betreutes Wohnen“ gebaut und geführt werden soll. Geplant sind dort ca. 120 Betten sowie 40 innovative Wohnformen, darunter Kleinwohnungen, betreutes Wohnen und Seniorengemeinschaften. Dazu hat es vor einigen Wochen ein Treffen zwischen der Gemeinde Bozen und dem Land gegeben, dem das Areal gehört, auf dem das Projekt Rosenbach entstehen soll. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1294854_image" /></div> <BR /><BR />„Dabei haben wir uns auf ein Tauschgeschäft geeinigt“, erklärte Christian Bianchi, Landesrat für Hochbau und Valorisierung des Vermögens. „Das Land Südtirol wird das Grundstück der Gemeinde übertragen, die im Gegenzug den Schlachthof an das Land abtreten wird“, erklärte Bianchi. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1294857_image" /></div> <BR /><BR /> „Der Beschluss dazu soll bis Mitte April in Landesregierung verabschiedet werden, um das Tauschgeschäft umsetzen zu können“, erklärte Vizebürgermeister Stephan Konder, als Stadtrat zuständig für Urbanistik und öffentliche Arbeiten. Er hoffe, dass „der Deal mit den Unterschriften bis Mitte April“ abgeschlossen werde. Da die urbanistischen Voraussetzungen für das Areal bereits im Jahr 2025 geschaffen wurden – es handelt sich um eine „Zone für übergemeindliche öffentliche Einrichtungen“ – ist „der nächste Schritt die Ausschreibung für Bau und Führung des Heims, so Konder. „Der Bauträger kann auch die Führung übernehmen. Aber wie genau die Ausschreibung, die im Laufe des Jahres starten sollte“, durchgeführt werde, „muss zuerst rechtlich klar definiert werden“, betonte der Vizebürgermeister.