<b>„Dolomiten“: Herr Psaier, Sie kennen das Josefsheim wie Ihre Westentasche. Ist es in einem wirklich so schlechten Zustand, dass eine Reduzierung der Pflegebetten nötig war?</b><BR /><b>Alfred Psaier:</b> Das Wohnheim hat natürlich seine baulichen Schwächen, da vor über 40 Jahren, als es erbaut wurde, noch andere Richtlinien galten. Es gibt mehrere Zimmer, die sich nicht als Zweibettzimmer eignen. Vielleicht könnte man im dritten Stock ohne einen allzu großen Aufwand einige Zimmer errichten? Sonst ist das Haus in einem relativ guten Zustand, zumal die Schwestern des Deutschen Ordens mehrere Sanierungen vorgenommen und zuletzt sogar einen neuen Aufzug errichtet haben. <BR /><BR /><b>„D“: In Tisens schüren Einzelne das Gerücht, dass im Heim die Pflege und Hygiene nicht gewährleistet seien. Stimmt das?</b><BR /><b>Psaier:</b> Nein, das stimmt sicher nicht. Das Heim wird in meinen Augen sehr gut geführt. Krankenpflegerin und Pflegedienstleiterin Astrid Mores sorgt für ein gutes Klima im Mitarbeiterteam. Deshalb merkt man, dass sich auch die Heimgäste und deren Angehörige sehr wohlfühlen.<BR /><BR /><embed id="dtext86-52954672_quote" /><BR /><BR /><b>„D“: Haben Sie Klagen von Heimgästen und Angehörigen gehört – beispielsweise über den Zustand des Heimgebäudes?</b><BR /><b>Psaier:</b> Mir gegenüber hat niemand gejammert, dass die Zimmer zu klein sind oder sonst etwas nicht in Ordnung wäre. <BR /><BR /><b>„D“: Wäre der Umzug in ein anderes Heim eine Belastung für die Senioren?</b><BR /><b>Psaier:</b> Ein Umzug ist für Senioren immer ein belastendes Ereignis. In diesem Fall könnte es etwas abgemildert werden, weil das Personal mit den Heimgästen umziehen würde. Für die Gemeinde Tisens wäre es jedenfalls sehr schade, wenn das Heim geschlossen würde, weil in der Vergangenheit immer wieder Tisner Bürger in dieses Haus aufgenommen wurden, weil das benachbarte Alters- und Pflegeheim St. Michael keine freien Pflegebetten zur Verfügung hatte. <BR /><BR />Interview: Florian Mair<BR />