„Die vergangenen 2 Jahre haben bei allen ihre Spuren hinterlassen“, sagt Martina Ladurner, die Vorsitzende des Verbandes der Seniorenwohnheime. <BR /><BR /><BR /><BR />Was für die Mitarbeiter des Sanitätsbetriebes gilt, ist 1:1 auch auf das Personal der Seniorenwohnheime anzuwenden, sagt Ladurner: Suspendierte Mitarbeiter, die bisher nicht geimpft, aber nach einer Corona-Infektion genesen sind, dürfen mit Auslaufen des Corona-Notstandes ab kommenden Freitag, 1. April, wieder arbeiten.<h3> Dauer des Genesenenstatus' unbekannt</h3>So sieht es das neue Dekret der Regierung Draghi vor. Derzeit sind noch 171 Mitarbeiter in den 79 Südtiroler Seniorenwohnheimen des Verbandes (VdS) suspendiert, weil sie der Corona-Impfpflicht nicht nachgekommen sind. Wie viele von ihnen jetzt zurückkehren werden, bleibt abzuwarten. <BR />Jene Mitarbeiter, die in einer Berufskammer eingetragen waren wie etwa Berufskrankenpfleger, müssen sich von der Berufskammer wieder aktivieren lassen, erklärt Ladurner. Zu klären sei jetzt aber noch, wie lange der Genesenenstatus für die bisher suspendierten Mitarbeiter in den Seniorenwohnheimen aufrecht bleibt. Diese Frage sei noch offen.<h3> Dank Rückkehr können andere entlastet werden</h3>In den Seniorenwohnheimen gilt die Impfpflicht für das gesamte Personal – viele der suspendierten Mitarbeiter sind Pfleger. Jeder, der die Voraussetzungen habe, aufgrund der Genesung wieder in einem Heim zu arbeiten, werde wieder aufgenommen, versichert Ladurner. Jeder Tag, den diese Mitarbeiter wieder im Dienst sind, sei eine Hilfe, denn damit werde das andere Personal entlastet. Auch wenn es womöglich nur eine Rückkehr auf Zeit sei, so könnten damit doch andere Mitarbeiter leichter in den Urlaub geschickt werden. Nicht in allen Seniorenwohnheimen sei Personal suspendiert worden.<BR /><BR />Die meisten Seniorenwohnheime mussten sich in letzter Zeit wegen des Personalmangels nach der Decke strecken und konnten weder alle Dienste besetzen noch alle Betten belegen, berichtet die VdS-Vorsitzende. Ursache dafür seien nicht nur Suspendierungen, sondern auch Kündigungen. Neues Personal sei kaum zu finden. 600 bis 700 Betten in den Heimen seien derzeit nicht belegt. „Die vergangenen 2 Jahre haben bei allen ihre Spuren hinterlassen“, betont Ladurner.<BR />