<BR />Die Initiative knüpft an die positiven Erfahrungen des Jugendbeteiligungsprojektes an, das in den vergangenen Jahren auf breite Resonanz gestoßen ist und konkrete Impulse für die Stadtentwicklung liefern konnte. „SeniorInnen gestalten Städte“ verfolgt das Ziel, die Bedürfnisse, Perspektiven und langjährigen Erfahrungen älterer Menschen stärker in kommunale Entscheidungsprozesse einfließen zu lassen. Gerade in Städten mit ihren komplexen Strukturen und spezifischen Herausforderungen bestehen andere Anforderungen als in ländlichen Gemeinden. Eine differenzierte Betrachtung urbaner Räume ist daher zentral.<BR /><BR />Den Auftakt bildete ein erster Workshop am Montag an der Eurac Research in Bozen. Dort wurden gemeinsam mit den Teilnehmenden erste Themen gesammelt und Schwerpunkte definiert. Vor allem aber konnten alle Beteiligten konkrete Bedürfnisse äußern. Darunter waren wichtige Punkte die Mobilität und Barrierefreiheit betreffend. In einem nächsten Schritt werden begleitete Arbeitsgruppen die eingebrachten Ideen vertiefen. Die Ergebnisse werden in einem weiteren Workshop diskutiert, konkretisiert und hinsichtlich ihrer Umsetzbarkeit geprüft. Anschließend sollen die ausgearbeiteten Vorschläge schrittweise umgesetzt werden.<BR /><BR />Mit dem neuen Projekt unterstreicht das Städtenetzwerk Südtirol seinen Anspruch, Beteiligung als festen Bestandteil moderner Stadtentwicklung zu verankern. Ältere Menschen sollen dabei nicht nur als Zielgruppe kommunaler Maßnahmen betrachtet werden, sondern als aktive Mitgestaltende einer zukunftsfähigen Stadt.<BR /><BR />Vorgestellt wurde das Projekt von Giovanni Seppi, Präsident des Städtenetzwerks und amtierender Bürgermeister von Leifers, gemeinsam mit Katharina Erlacher, Moderatorin und externer Begleiterin des Projektes, sowie Sadbhavana Pfaffstaller und Miriam Zelger vom Eurac-Institut für Public Management, die das Projekt wissenschaftlich begleiten.