Paläontologe Cristiano Dal Sasso vom Naturhistorischen Museum Mailand bezeichnet die Fundstelle als „Tal der Dinosaurier“ - die größte der Alpen und eine der reichsten weltweit. Die parallelen Gänge der Tiere deuten auf synchronisierte Herdenbewegungen hin. <BR /><BR />Teilweise lassen sich sogar komplexe Verhaltensweisen erkennen, etwa Tiere in kreisförmigen Gruppen, vermutlich zur Verteidigung. Die Dinosaurier bewegten sich entlang der Ufer des warmen Tethys-Ozeans in einer tropisch ähnlichen Umgebung. <BR /><BR />Heute stehen die Spuren fast senkrecht, was auf die Hebung der Alpen zurückzuführen ist. <BR /><BR />Entdeckt wurden die Spuren am 14. September von Naturfotograf Elio Della Ferrera in der Valle di Fraele in der Provinz Sondrio (Lombardei). Erste Analysen deuten darauf hin, dass es sich um Prosauropoden des Obertrias handelt - langhalsige Pflanzenfresser mit kleinem Kopf, die als Vorfahren der riesigen Sauropoden des Jura gelten. Erwachsene Tiere konnten bis zu 10 Meter lang werden und hatten spitze Krallen an Händen und Füßen.