Montag, 24. August 2015

Serie von Bränden im Vinschgau setzt sich fort

Der Großbrand in Taufers im Münstertal ist nur der letzte einer ganzen Reihe von Großfeuern im Vinschgau. Seit nunmehr einem Jahr kommt es regelmäßig zu Bränden. "Dennoch sollten wir keine Panik schüren", sagt Manfred Thöni, Bezirkspräsident der Feuerwehren im Obervinschgau, auf Nachfrage von STOL.

Der Großbrand inTaufers i. M. zerstörte drei Wohnhäuser, drei Stadel und eine Tischlerwerkstätte. - Foto: Florian Pircher
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Der Großbrand inTaufers i. M. zerstörte drei Wohnhäuser, drei Stadel und eine Tischlerwerkstätte. - Foto: Florian Pircher

Der Schock sitzt noch immer tief in Taufers im Münstertal: In der Nacht auf Sonntag waren bei einem Großbrand drei Wohnhäuser, drei Stadel und eine Tischlerwerkstätte ein Raub der Flammen geworden (STOL hat berichtet).

Erst drei Tage zuvor hat es in Taufers i.M. gebrannt

Dennoch sei es verständlich, dass sich die Bevölkerung einige beunruhigende Fragen stelle, weiß Thöni. Immerhin hatte es in Taufers erst am 20. August gebrannt. Wie berichtet, war in der Nacht auf Donnerstag bei einer Garage in der Unteren Gasse in Taufers ein Feuer ausgebrochen (STOL hat berichtet). 

"Doch auch den Fall hat die Berufsfeuerwehr unter die Lupe genommen", so Thöni, der von einer Panikmache abrät.

Eine ganze Serie von Bränden

Die unheimliche Serie der Brände im Vinschgau begann am 25. Juli des Vorjahres mit dem Brand eines Stadels im Ortskern von Mals (siehe Bericht).

Im November brannte ein Stadel in Kortsch (siehe hier). Im Februar wurden in Göflan ein leer stehendes Wohnhaus schwer beschädigt und in Glurns ein Stadel ein Raub der Flammen.

 

Im Zentrum von Kortsch brannte im November 2014 ein Stadel bis auf die Grundmauern nieder.- Foto: D

 

Wiederum in Göflan wurden im März zwei Wirtschaftsgebäude durch Brände zerstört (STOL hat berichtet). Anfang März brannte auch das Trachtenoutlet in Eyers völlig aus.

Zuletzt brannten im August in Vetzan ein Wohnhaus, ein Stadel und ein Schuppen nieder (STOL hat berichtet).

Vorsicht bei vollen Städeln und der verflechteten Bauweise

"Es gibt so Situationen, bei denen es unter Umständen zu Schadenfeuern kommt", beschreibt Bezirksfeuerwehrpräsident Thöni. Auch jetzt, wo die Städel wieder voller Heu sein, sei größte Vorsicht geboten. 

Ein Übergreifen der Flammen sei auch durch die verflechtete Bauweise gegeben, sodass es dort leichter zu Großbränden kommt. "Wir nennen das Nester", so Thöni, "und es gibt viele davon im Vinschgau."

stol/no/ker

stol