Im Fokus der Ermittler standen dabei gezielte Diebstähle von mittel- bis hochwertigen Düften, die aufgrund ihrer geringen Größe und ihres hohen Marktwerts besonders leicht auf dem Schwarzmarkt weiterverkauft werden können.<BR /><BR />Die Rekonstruktion der einzelnen Vorfälle zeigt dabei ein weites Einsatzgebiet der Täter. In der Meraner Laubengasse entwendete ein 24-jähriger Mann ein Parfüm im Wert von etwa 100 Euro, nachdem er den Ladeninhaber geschickt abgelenkt hatte. Bereits Ende November 2025 schlug ein 29-Jähriger in der Leonardo-da-Vinci-Straße zu, indem er sich als Kunde tarnte und Waren im Wert von 430 Euro stahl; er konnte erst Anfang 2026 zweifelsfrei überführt werden.<BR /><BR />Auch das Einkaufszentrum „Algo“ in Algund wurde zum Ziel: Ein 35-Jähriger entwendete dort einen Luxus-Herrenduft für 250 Euro, während in einem weiteren Fall ein Duo im Alter von 35 und 38 Jahren gemeinschaftlich sechs Damenparfüms im Gesamtwert von 865 Euro aus den Regalen desselben Geschäfts stahl.<h3> Tausende Bilder ausgewertet</h3>Der Ermittlungserfolg stützt sich maßgeblich auf die enge Zusammenarbeit zwischen den betroffenen Kaufleuten und den Ordnungskräften. Die Carabinieri werteten mehrere Stunden Videomaterial der Überwachungskameras aus und glichen tausende Einzelbilder mit den Datenbanken bereits polizeibekannter Personen ab. <BR /><BR />Dabei kristallisierte sich ein professionelles Muster heraus: Die Täter handelten extrem schnell, wählten ihre Beute vorab gezielt aus und verschwanden unmittelbar nach der Tat unerkannt aus den Geschäften.<BR /><BR />Der Kommandant der Carabinieri-Kompanie Meran betonte in diesem Zusammenhang, dass eine schnelle Anzeige durch die Geschädigten und die Bereitstellung von Videomaterial unerlässlich für die Strafverfolgung seien. Zwar gebe es derzeit keinen Grund zur allgemeinen Beunruhigung, doch riet er den Gewerbetreibenden eindringlich, weiterhin in Sicherheitssysteme wie moderne Kameras und Warensicherungsbarrieren zu investieren, da diese eine entscheidende abschreckende Wirkung hätten und die spätere Identifizierung der Täter erst ermöglichten.