Mittwoch, 15. Juni 2016

Serval Chiku ist tot

Der Serval Chiku ist tot: Er war bereits am Freitag leblos in seinem Käfig in Grosseto aufgefunden worden.

Der Serval Chiku ist aus unbekannten Gründen in Grosseto verendet.
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Der Serval Chiku ist aus unbekannten Gründen in Grosseto verendet. - Foto: © D

Das Tier war seit etwa einem Jahr im Auffangzentrum für Wildtiere in Semproniano in Grosseto untergebracht. Dort fanden es die Pfleger bereits am Freitagmorgen leblos auf.

Die Todesursache bleibt rätselhaft, erklärt Tierarzt Marco Aloisi: Der Serval war keineswegs alt oder krank.

Moccia: "Autopsie angefordert"

Flavio Moccia, der Rechtsanwalt von Chiku-Besitzer Herbert Raich, erklärte am Mittwoch in einer Stellungnahme gegenüber STOL: "Wir haben nun die Autopsie von Chiku angefordert, wo wir vor allem feststellen wollen, ob der Gewichtsverlust mit dem Tod des Tieres zu tun haben könnte. Bereits während des Prozesses haben wir immer wieder betont, dass Chikus körperliche Verfassung sich verschlechtert hatte, seit er von seinem Besitzer Raich getrennt worden war."

Im März Beschwerde wegen Beschlagnahmung eingereicht

Moccia hatte im März bei der Kassation Beschwerde gegen die Verurteilung von Chiku-Besitzer Raich und die Beschlagnahmung des Tieres eingereicht. Raich war zu einer Geldstrafe von 5500 Euro verurteilt worden.

Zudem war verfügt worden, dass Chiku nach Südafrika müsse. Die Organisation für Natur- und Artenschutz WWF war beauftragt worden, ein finales Quartier für den Wildkater zu finden.

Die Haltung eines Servals ohne entsprechende Genehmigung ist in Italien verboten, da sie in Anlehnung an das Washingtoner Artenschutzabkommen als Tiere eingestuft sind, die für die öffentliche Sicherheit potenziell gefährlich sein können.

Reinrassigkeit nicht geklärt

Die Reinrassigkeit von Chiku blieb bis zuletzt ein Streitfall. Mircea Pfleiderer, die Gutachterin des Gerichtes, hatte Chiku eindeutig als Serval identifiziert. Michele Capasso, Gutachter der Verteidigung, aber hatte die Wissenschaftlichkeit ihres Ergebnisses in Frage gestellt.

Die Verteidigung hatte bis zuletzt darauf verwiesen, dass es sich bei Chiku um einen Hybriden handelt. Der Kaufpreis von 2500 Euro sollte ein weiteres Indiz dafür sein, denn für reinrassige Servals würden Preise auch über 8000 Euro bezahlt.

stol

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