Mittwoch, 02. Mai 2018

Sexfalle Social Media: Mehrere Betrugsopfer in Südtirol

Gleich mehrere Personen haben sich in den vergangenen Tagen an die Post- und Kommunikationspolizei der Quästur Bozen gewandt: Sie wurden über die sozialen Medien von Unbekannten erpresst.

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Foto: © shutterstock

Insgesamt 4 Meldungen nahmen die Polizisten in der vergangenen Woche auf: Die Personen erklärten, im Netz von Unbekannten erpresst geworden zu sein. Eines der Opfer hatte den Betrügern sogar schon 2000 Euro überwiesen.

Die Vorgehensweise war stets dieselbe: Die unbekannten Täter erstellten ein falsches Benutzerkonto - meist gaben sie sich als hübsche Frau aus - und schickten den potentiellen Opfern eine Freundschaftsanfrage.

Nach einer kurzen Unterhaltung gingen die Erpresser dann gleich aufs Ganze und forderten einen direkten Kontakt via Webcam. Dann wurde das unwissende Opfer unter anderem zum Austausch von Bildern mit sexuellem Inhalt überzeugt. 

Später setzten sich die Täter mit ihrem Opfer erneut in Verbindung - diesmal jedoch in Besitz von kompromittierendem Video- und Fotomaterial - und verlangten Geld im Austausch für die Nicht-Veröffentlichung der Fotos und des Videos.

Nie auf Forderungen der Betrüger eingehen

Erneut gibt die Post- und Kommunikationspolizei die Warnung, nur Freundschaftsanfragen von Personen anzunehmen, die man kennt. Auch soll man stets vorsichtig im Umgang und dem Versenden von Fotos und Videos sein. Auf die Forderungen von Erpressern sollte zudem nie eingegangen werden, da ein Verbreiten des Materials im Netz sowieso nicht verhindert werden kann. Es könnte lediglich zu weiteren Zahlungsaufforderungen kommen.

„Außerdem besteht die Möglichkeit, dass die Straftäter mit Hilfe von Foto-und Videobearbeitungsprogrammen Fotomontagen erstellen, indem sie Gesichter von realen Personen, die sie auf sozialen Netzwerken kennengelernt haben, mit fremden Körpern kombinieren, die in einer eindeutigen sexuellen Stellung zu sehen sind.“

Falls jemand solchen Erpressungsversuchen zum Opfer fallen sollte oder Sorge hat, dass ein solches Video von ihm veröffentlicht werden könnte, kann man sich an die Post- und Kommunikationspolizei Bozen unter der Rufnummer 0471/531413 wenden.

stol

stol