Freitag, 01. April 2016

Sexten: Bub verunglückt mit Rodel und stirbt – das Urteil

Vor einem Monat jährte sich der tragische Unfall zum vierten Mal: Am 1. März 2012 verunglückte der 14-jährige Romano Campiti aus Rom auf der Rodelbahn Rotwand in Sexten tödlich. Am Freitag fiel am Bozner Landesgericht das Urteil.

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1. März 2012, Rodelbahn Rotwand in Sexten: Romano Campiti aus Rom kommt mit der Rodel von der Strecke ab, stürzt einen steilen Hang hinunter, prallt gegen einen Baum. Der Bub stirbt. Er wird nur 14 Jahre alt.

Mark Winkler, Direktor der Sextner Dolomiten AG, der Sicherheitsbeauftragte Rudolf Egarter, und der Skilehrer, der die Obhut über Campiti hatte, mussten sich in den folgenden Jahren für den Tod des Jungen vor Gericht verantworten. Die Anklage gegen Winkler und Egarter lautete auf fahrlässige Tötung unter erschwerten Umständen. Laut Staatsanwaltschaft waren an der Rodelbahn keine zusätzlichen Sicherungsmaßnahmen angebracht worden – und das obwohl an selber Stelle nur Tage zuvor ein anderer Rodler verunglückt war.

Am Freitag sprach Richter Michele Paparella das Urteil in dem Fall: Er sprach die Angeklagten schuldig. Alle drei wurden zu 1 Jahr und 3 Monaten Haft verurteilt. Zudem müssen sie an Eltern, Geschwister und Großeltern des Jungen insgesamt 240.000 Euro Schadenersatz zahlen.

stol/D

stol