„Wir wollten Opfern von Gewalt in Südtirol eine Möglichkeit geben, anonym ihre Erfahrungen zu schildern und diese Fälle auch zu dokumentieren. Die Frauen sollen sich nicht allein fühlen oder schämen“, erklärt Pia Tscholl. Gemeinsam mit Franziska Niederkofler, Hannah Zanon, Magdalena Winding, Sonia Zanat und Franziska von Zieglauer steht sie hinter dem Kollektiv „basta.suedtirol(o)“. <h3> Den Opfern eine Stimme geben</h3>Sie haben es im Dezember 2024 nach der 16-tägigen Kampagne gegen Gewalt an Frauen ins Leben gerufen. Ziel ist dabei zum einen, den Opfern eine Stimme zu geben, und zum anderen, die Fälle sichtbar zu machen. Auf einer Landkarte von Südtirol zeichnen sie fortlaufend mit Punkten ein, wo sich die Übergriffe ereignet haben.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1297983_image" /></div> <BR /><BR />Sexuelle Gewalt spielt sich jedoch längst nicht mehr ausschließlich in der realen Welt ab. Auch im digitalen Raum werden echte oder mittels Künstlicher Intelligenz generierte pornografische Darstellungen von Frauen verbreitet. Auf der mittlerweile gesperrten Plattform „mia moglie“ habe es auch etliche Südtiroler gegeben, die Fotos hochgeladen, geteilt oder kommentiert hätten. „Besonders schockierend war dabei, dass viele nicht anonym, sondern unter ihrem echten Namen agiert haben. Die Täter fühlen sich zu sicher“, berichtet Zanon.<h3> Plattform steht mit Anwälten in Kontakt</h3>Besonders junge Mädchen seien betroffen von einem Phänomen, das ebenfalls im Internet stattfindet. Häufig seien es erwachsene Männer, die minderjährigen oder sehr jungen Mädchen Fotos von ihren Geschlechtsteilen, also sogenannte Dick-Pics, schicken. „Ich war zwölf Jahre alt, als mir ein damals 18-Jähriger plötzlich über MMS ein Dick-Pic geschickt hat. Ich habe mich so extrem geekelt und das Bild immer noch im Kopf“, heißt es im Bericht einer Betroffenen auf „basta.suedtirol(o)“.<BR /><BR />Zu Beginn ging es den Gründerinnen vor allem darum, den Opfern von Gewalt eine Plattform zu bieten, doch dabei soll es nicht bleiben. Sie stehen auch mit Anwälten in Kontakt, um den Betroffenen auch konkrete rechtliche Hilfe anzubieten. Weiters arbeiten sie an der Gründung eines Vereins, um auch im öffentlichen Raum mehr Mittel zur Verfügung zu haben. Unter <a href="https://docs.google.com/forms/d/1pNPVVOeypBXU9SMVyaOil7ooBRtMM6KEuXJH2ed9PG0/viewform?ts=673377e4&fbclid=PAZXh0bgNhZW0CMTEAc3J0YwZhcHBfaWQMMjU2MjgxMDQwNTU4AAGnW-60IyXsHr3ukkYVAUXjWgIVQo-8rY-kSXuhIeEZmiUwjM0g6WPx0k-qy7M_aem_2jftCJBTGdRwgW4-Xh6KHg&edit_requested=true" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">https://shorturl.at/Yy8WK</a> können Frauen anonym ihre Erfahrungen schildern.