Mittwoch, 13. Juli 2016

Sexuelle Übergriffe in Österreich: Fast 80 Prozent der Täter sind Einheimische

Im Vorjahr hat es österreichweit 986 Verurteilungen wegen Vergehen gegen die sexuelle Integrität und Selbstbestimmung gegeben. Neben 963 Männern wurden von den heimischen Gerichten 23 Frauen schuldig erkannt.

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Der Großteil der Sex-Täter – nämlich 79,3 Prozent – waren österreichische Staatsbürger, geht aus dem Tätigkeitsbericht der Strafjustiz für 2015 hervor.

Konkret besaßen 782 Verurteilte die österreichische Staatsbürgerschaft. 204 waren demgegenüber Ausländer. Von diesen stammten 89 (9 Prozent) aus dem EU-Raum, 32 (3,2 Prozent) aus dem ehemaligen Jugoslawien und 31 (3,1 Prozent) aus der Türkei.

Rückläufig sind die Verurteilungen wegen Vergewaltigung. Diese sind in absoluten Zahlen von 140 im Jahr 2013 und 126 im darauf folgenden Jahr auf zuletzt 117 gesunken. Ebenfalls zurückgegangen sind Schuldsprüche wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Unmündigen. Nach 114 bzw. 105 in den Jahren 2013 und 2014 verzeichnete man im Vorjahr 97 Verurteilungen wegen sexueller Übergriffe auf Kinder, die noch keine 14 Jahre alt waren.

Angestiegen sind demgegenüber die Verurteilungen wegen geschlechtlicher Nötigung, die sich von 34 im Jahr 2014 auf 51 erhöht haben. Deutlich mehr Urteile wurden wegen pornografischer Darstellungen Minderjähriger gefällt. Hier setzte es 2015 314 Schuldsprüche nach 244 im vorangegangenen Jahr.

apa

stol