Die 14-Jährige hatte am 25. Oktober vorigen Jahres im Park nahe der Nicolò-Rasmo-Straße auf eine Freundin gewartet. Gegen 20 Uhr sei sie von dem Mann angesprochen worden. Zuerst habe er sie gefragt, ob sie Zigarettenpapier dabei habe, dann habe er sie nach dem Weg gefragt. Die Jugendliche hatte aber schon bald ein ungutes Gefühl und versuchte, sich von dem Mann zu entfernen. <h3> 14-Jährige konnte sich losreißen</h3>Da soll er sie von hinten am Hals gepackt und zurückgerissen haben. Mit der anderen Hand soll er sie erst grob an der Hüfte festgehalten und dann ihr Gesäß begrapscht haben. Die 14-jährige wehrte sich, rammte ihren Ellenbogen nach hinten und traf ihren Angreifer. So konnte sie sich losreißen. <BR /><BR />Laut schreiend lief sie davon und bat eine Person, die nicht weit entfernt in einem Auto saß, um Hilfe. Diese alarmierte die Polizei. Eine Streife war gleich vor Ort. Anhand der Täterbeschreibung konnte der Tatverdächtige – ein 40-Jähriger Pakistaner – schon kurz darauf in Gewahrsam genommen werden.<h3> Wann das Urteil erwartet wird</h3>Gestern wurde er vom Trienter Gefängnis in den Gerichtssaal nach Bozen gebracht. Da er kaum Italienisch versteht, wurde ihm eine Dolmetscherin zur Seite gestellt, er äußerte sich aber nicht. Anwesend war auch das Opfer, das sich als Nebenklägerin eingelassen hat. Morgen wird Rechtsanwältin Alessandra D’Ignazio für ihre Mandantin Schadenersatz beantragen. <BR /><BR />Der Vorwurf gegen den Angeklagten lautet auf sexuelle Gewalt an einer Person, die jünger als 18 Jahre ist. Die Staatsanwaltschaft beantragte gestern – ausgehend von einem Strafmaß von 6 Jahren – aufgrund der automatischen Reduzierung um ein Drittel durch das verkürzte Verfahrens 4 Jahre Haft. <BR /><BR />Der Übergriff – inmitten des dicht bewohnten Stadtgebietes – habe für große Beunruhigung bei der Bevölkerung gesorgt. Auch angesichts der Uhrzeit, zu der es passiert war, und des Alters des Opfers könne nicht von einem minderschweren Fall ausgegangen werden. Genau davon wird Verteidiger Nicols Nettis aber morgen den Strafsenat (Vorsitz Richter Walter Pelino) zu überzeugen versuchen. Im Anschluss wird das Urteil erwartet.