Das verkürzte Verfahren wurde gestern auf den 13. Jänner vertagt. Es ist aber nicht auszuschließen, dass der Strafsenat (Vorsitz Richter Walter Pelino) nach den Plädoyers doch noch entscheiden könnte, sich die Geschehnisse vom 25. Oktober von der 14-Jährigen persönlich schildern zu lassen. Wie berichtet, wird dem Pakistaner vorgeworfen, die Jugendliche in der Nähe einer Bushaltestelle am Hals festgehalten und sie begrapscht zu haben. <BR /><BR />Das Gericht könnte allerdings zu einem späteren Zeitpunkt auch noch eine psychologische Begutachtung des Tatverdächtigen anordnen. Im Auftrag der Verteidigung hat der Psychologe Claudio Fabbrici den Pakistaner bereits im Trienter Gefängnis aufgesucht. <BR /><BR />Dessen Zellengenossen sollen etwas Eigenartiges berichtet haben: Der 40-Jährige sei mehrfach in der Nacht aufgestanden und habe in der Zelle nach seinen Familienangehörigen gesucht. Ob dies auf eine dissoziative Störung hinweisen könnte, die möglicherweise durch den Unfall vor 16 Jahren, nach dem der Pakistaner lange im Koma lag, zurückzuführen sein könnte, soll nun geklärt werden. <BR /><BR />Der 40-Jährige wird einer Magnetresonanztomographie am Kopf unterzogen. „Dabei kann festgestellt werden, ob Gehirnregionen dauerhaft geschädigt wurden“, sagt Verteidiger Nicola Nettis. Er vertritt seinen Mandanten inzwischen auch wegen eines anderen Vorfalls, der sich in Varese ereignet hat.