Mittwoch, 10. März 2021

sh.asus fordert kostenlos Corona-Schnelltests für alle

Die Südtiroler HochschülerInnenschaft (sh.asus) hat sich bereits in den vergangenen Wochen für Gratis-Tests für alle Bürgerinnen und Bürger ausgesprochen und fordert mit Nachdruck, hier dem österreichischen Modell zu folgen. Dass Tests für alle im Ausland studierenden Südtiroler kostenlos zur Verfügung gestellt werden, begrüßt die sh.asus.

Sich testen zu lassen sei ein Beitrag zur Krisenbewältigung.
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Sich testen zu lassen sei ein Beitrag zur Krisenbewältigung. - Foto: © shutterstock
Die Südtiroler HochschülerInnenschaft (sh.asus) begrüßt den Entschluss der Landesregierung, kostenlose Tests für alle im Ausland studierenden Südtiroler zur Verfügung zu stellen, stellt jedoch fest, dass durchaus einige Studierende durch das Raster fallen.

Der Grund: Auf die kostenlose Testmöglichkeit haben nur jene Anrecht, die eine verpflichtende Präsenzveranstaltung besuchen oder eine Präsenzprüfung ablegen müssen, heißt es in einer Presseaussendung. Studierende, die sonstige studienrelevante Unterlagen (z. B. Bücher) am Studienort abholen müssen, sind von den kostenlosen Testmöglichkeiten ausgeschlossen. Das wird kritisiert, denn es gebe legitime, objektive Gründe für die Ausreise auch jenseits der genannten Erfordernisse. Diesbezüglich haben sich an den Verein auch zahlreiche Studierende gewandt, die angegeben haben, keinen Anspruch auf die Gratis-Tests zu haben, obwohl sie ausreisen müssten – und zwar nicht aus Spaß oder Langeweile.

Die sh.asus hat sich bereits in den vergangenen Wochen für Gratis-Tests für alle Bürgerinnen und Bürger ausgesprochen und fordert mit Nachdruck, hier dem österreichischen Modell zu folgen. Mit dieser Forderung unterstreicht die HochschülerInnenschaft, dass es ihr nicht nur darum geht, den Kreis der Anspruchsberechtigten unter den Studierenden zu erweitern, sondern auch um sinnvolle Lösungen zugunsten der ganzen Bevölkerung.

Sich oft testen zu lassen – ein konkreter und solidarischer Beitrag zur Krisenbewältigung

„Bis nicht der Großteil der Bevölkerung geimpft ist, sind kostenlose Corona-Schnelltests für alle Bürgerinnen und Bürger eine gute Möglichkeit, die Ausbreitung des Virus in der Bevölkerung einzudämmen, vor allem, sobald die Beschränkungen des öffentlichen Lebens gelockert werden“, betont Matthias von Wenzl, der Vorsitzende der sh.asus.

Jede Person könne so aktiv einen Beitrag im Kampf gegen die Pandemie leisten, ergänzend zur Einhaltung der grundlegenden Hygieneregeln. Man könne seine Mitbürger besser schützen, ohne jedesmal zu Ausgaben greifen zu müssen, die „insgesamt gesehen zwar zumutbar sind, aber viele Menschen ausschließen“, so von Wenzl. Nicht jeder könne sich es leisten, sich oft testen zu lassen. Die sh.asus bevorzugt die Testmöglichkeit in der Apotheke im Vergleich zu den Selbsttests, die im deutschsprachigen Ausland zunehmend beliebt werden.

Studierendenvertretung einbinden


Der Vizevorsitzende Julian Nikolaus Rensi fasst die Forderung der Studierenden zusammen: „In einem ersten Schritt, die Eigenerklärung für die Studierenden und Pendler zwecks Gratis-Test umzuformulieren und beispielsweise nur noch von studienbedingter Ausreise, ohne nähere Spezifikation, zu sprechen. Zweitens, eine umfassende Teststrategie nach dem Vorbild der österreichischen Bundesländer vorzusehen, von der alle profitieren, nicht nur Studierende oder gewisse Arbeitnehmer.“ Außerdem, so Rensi, sei es zielführend, die Studierendenvertretung im Vorfeld der Umsetzung von Maßnahmen (wie Gratis-Tests für bestimmte Studierende) einzubinden, „denn so kann man von vornherein sichergehen, dass an alle Bedürfnisse entsprechend ihrer Relevanz gedacht wird.“

stol

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