Mittwoch, 15. September 2021

Sh.asus stellt die neue Sektion BBB vor

Die Südtiroler Hochschülerschaft (sh.asus) hat am 13. September die neue Sektion BBB (Bozen/Bolzano – Brixen/Bressanone – Bruneck/Brunico) vorgestellt.

Niklas Klinge, Katja Oberrauch, Matthias von Wenzl, Günther Mathà, Julian Nikolaus Rensi und Evi Ploner waren bei der  Vorstellung der neuen Sektion anwesend.
Badge Local
Niklas Klinge, Katja Oberrauch, Matthias von Wenzl, Günther Mathà, Julian Nikolaus Rensi und Evi Ploner waren bei der Vorstellung der neuen Sektion anwesend. - Foto: © sh.asus
Die Südtiroler Hochschülerschaft (sh.asus) stellte am Montag, den 13. September, die neue Sektion BBB (Bozen/Bolzano – Brixen/Bressanone – Bruneck/Brunico) in der Bozner Geschäftsstelle vor, die gleichzeitig auch der Sitz der Sektion ist. Anwesend waren als Vertreter der Freien Universität Bozen Universitätsdirektor Günther Mathà, Matthias von Wenzl, Vorsitzender der sh.asus, Julian Nikolaus Rensi, Vizevorsitzender der sh.asus, der Präsident der Sektion BBB Niklas Klinge und Katja Oberrauch, Vizevorsitzende der Sektion BBB.

Die Sektion BBB wurde am 23. August gegründet. Dadurch wurden die Freie Universität Bozen, die Landesfachhochschule für Gesundheitsberufe Claudiana und die Philosophisch-Theologische Hochschule nach über 20 Jahren in den Verein eingegliedert.

Durch die Gründung wurde ein gemeinsames Sprachrohr für alle Studierenden der Provinz geschaffen, das als Interessenvertretung fungiert. Vor allem im Zuge der Corona-Pandemie hat sich die Bedeutung einer gemeinsamen Mobilisierung für studentische Themen herauskristallisiert.

Problematik: Südtiroler Wohnraumsituation

Der Universitätsdirektor der Freien Universität Bozen, Günther Mathà, sprach im Rahmen der Pressekonferenz die Problematik der Südtiroler Wohnraumsituation an. Laut Mathà treten rund 20 Prozent der Studienanfänger das Studium nicht an, da sie keine bezahlbare Unterkunft finden. Er betonte dabei die Dringlichkeit und die Wichtigkeit leistbaren Wohnraums für Studierende.

Dem pflichtet auch Matthias von Wenzl, Vorsitzender der sh.asus, bei: „Wohnraum für Studierende wird immer teurer, gleichzeitig mangelt es an sozialem Wohnbau und leistbaren Studierendenheimen. Dieser Umstand macht das Leben für Studenten äußerst kompliziert.“

Zusätzlich wurde angesprochen, dass es in Südtirol kaum Studierendenleben gibt und diesem lethargischen Zustand möchte man entgegenwirken. Niklas Klinge, Vorsitzender der BBB, betont: „Unser Ziel ist es, gemeinsam mit der Provinz Bozen, den Einwohnern, den Studierenden und der sh.asus das gute Leben in Südtirol weiter zu verbessern und lebhafter zu gestalten.“

Julian Nikolaus Rensi, Vizevorsitzender der sh.asus, äußert sich kritisch gegenüber der vom Bozner Bürgermeister Renzo Caramaschi erlassenen Verordnung zum „Bozner Nachtleben“. Rensi merkt an: „Dass man – polemisch gesagt – ab 23 Uhr auf dem Obstplatz nicht einmal mehr lachen darf, deutet darauf hin, dass die Politik im Zweifel nur auf gewisse Teile der Bevölkerung Rücksicht nimmt. Wir sehen diesen Prohibitionismus grundsätzlich problematisch, aber warten ab, wie sich die Situation bis zum 3. Oktober entwickeln wird; dann verfällt die aktuelle Verordnung.“

Es entstehe bei vielen jungen Menschen der Eindruck, nicht willkommen zu sein, so Rensi, sei es aufgrund des mangelnden Raumes für junge Kultur, sei es durch einen von politischer Tatenlosigkeit und rücksichtsloser Spekulation verzerrten Wohnungsmarkt in der Stadt.

Die neue lokale Sektion der sh.asus wird sich also einer Reihe wichtiger Themen annehmen und in enger Zusammenarbeit mit dem Vorstand der Südtiroler Hochschülerschaft versuchen, die Interessen der Studierenden (aber auch der Jugend allgemein) noch effektiver als bisher zu vertreten. Im Vordergrund steht dabei auch die Kooperation mit bereits bestehenden Verbänden, Gruppen und Organisationen, die im universitären Umfeld entstanden sind.

Die Südtiroler Hochschülerschaft

Die Südtiroler Hochschülerschaft (sh.asus) ist die wichtigste Südtiroler Studierendenvertretung. Hauptaufgabe der sh.asus ist es, die studentischen, sozialen und gesellschaftlichen Interessen zu vertreten. Sie bezieht zu studentischen und bildungspolitischen Themen ebenso Stellung wie zu kulturellen, sozialen und gesellschaftspolitischen Fragen. Die sh.asus verfügt über eine Geschäftsstelle in Bozen (Kapuzinergasse 2A) und vier Außenstellen in Österreich (Wien, Graz, Salzburg und Innsbruck) und 3 Außenstellen in Italien (Bologna, Trient und die Sektion BBB in Südtirol).

stol