Freitag, 20. November 2020

Sich testen lassen ist ein Gebot der Nächstenliebe

„Die Stimmung im Lande ist schlecht. Die Menschen sind verunsichert. Die Infektionszahlen sind explodiert, immer mehr Patienten müssen in den Krankenhäusern behandelt werden. Die Todesrate ist beängstigend,“ schreibt Chefredakteur Toni Ebner im Leitartikel der aktuellen Ausgabe des Tagblatts „Dolomiten“.

„Der Test ist ein wichtiger Beitrag zur Eindämmung der Pandemie, den jeder leisten kann – den jeder leisten muss!“, schreibt Chefredakteur Toni Ebner.
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„Der Test ist ein wichtiger Beitrag zur Eindämmung der Pandemie, den jeder leisten kann – den jeder leisten muss!“, schreibt Chefredakteur Toni Ebner. - Foto: © Erika Gamper
Der Sanitätsbetrieb ächzt, und Ärzte, Pfleger und Helfer in den Krankenhäusern tragen wieder eine schwere Last, die sie zu erdrücken droht. Die wirtschaftlichen Nöte der zugesperrten Betriebe, Läden und Salons werden von Tag zu Tag größer. Vielen macht die Zukunft Angst. Sorgen plagen die Südtiroler.

Das etwas chaotische Krisenmanagement der Politik trägt zusätzlich zur Verunsicherung bei. Die Hü-und-hott-Politik schürt Misstrauen; bei 70 Dekreten des Landeshauptmannes muss unweigerlich der Eindruck entstehen, dass das viel gepriesene Südtirol-Modell zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie keine klar erkennbare Strategie verfolgt.

Trotzdem – oder gerade deshalb – müssen die Südtiroler jetzt aufstehen und beim Südtirol-Covid-Test mitmachen. Je mehr Bürgerinnen und Bürger sich testen lassen, umso größer ist die Chance, dass wir die Infektionen auf die magische Grenze der 50 Infizierten je 100.000 Einwohner drücken. Erst dann wird die Reisewarnung des Robert-Koch-Institutes wieder aufgehoben und unsere Wirtschaft kann wieder rund laufen, die Beschränkungen können aufgehoben werden und ein normales Leben ist in Aussicht.

Die Massentestung kann wie ein Lockdown die Infektionszahlen senken. Wenn sich ein Großteil der Bevölkerung testen lässt, werden die meisten Träger der Krankheit erkannt. Mit Quarantäne der Betroffenen sinkt die Ansteckungsrate erheblich. Das ist eine große Chance.

In einem Staat, in unserem autonomen Südtirol, ist das Gemeinwohl ein wichtiges Prinzip, dem jede Frau und jeder Mann verpflichtet ist; es ist daher Bürgerpflicht, sich dem Test zu stellen. Darüber hinaus ist man es der Familie und seinen Lieben sowie seinem Umfeld schuldig.

Ja, es ist ein Gebot der christlichen Nächstenliebe.

Der Test ist ein wichtiger Beitrag zur Eindämmung der Pandemie, den jeder leisten kann – den jeder leisten muss!

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