Die Kombination aus Fahrrad und öffentlichem Verkehr wird immer beliebter. Wer die erste und letzte Strecke des Arbeitsweges mit dem Rad zurücklegt, ist flexibel und nachhaltig unterwegs. Doch dafür braucht es auch die richtige Infrastruktur.<BR /><BR /> Hier kommen die Radlboxen von südtirolmobil ins Spiel. Auf der südtirolmobil-App bucht man sich einen Stellplatz, sperrt das „Radl“ ein und holt es abends wieder raus. Ohne Smartphone geht hier nichts: „Wir haben uns bewusst gegen eine andere zusätzliche Option entschieden, weil es zu aufwändig wäre. Weiters wäre es eine neue Quelle für Fehlfunktionen“, erklärt STA-Direktor Joachim Dejaco. Zurzeit können die Stellplätze nur von Personen mit Südtirolpass genutzt werden.<BR /><BR /> „Wir denken darüber nach, sie in einem nächsten Schritt auch anderen zur Verfügung zu stellen. Vorrang haben für uns aber selbstverständlich unsere Kundinnen und Kunden“, sagt STA-Direktor Dejaco. Seit Neustem kann man sogar auf der südtirolmobil-Website einsehen, welche Radlboxen noch frei sind.<h3> Weitere 15 Gemeinden bekommen Fahrradboxen</h3>Der Dienst ist bereits in 13 Südtiroler Gemeinden verfügbar. In weiteren 15 sind die Boxen entweder in Fertigstellung oder noch in Planung (siehe Grafik). Sie sollen innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre funktionstüchtig sein. Finanziert werden die Radlboxen an den Bahnhöfen vom Land und an anderen Orten von den Gemeinden über den EU-Fonds „EFRE“.<BR /><BR /> <div class="embed-box"><div class="container-wrapper-genially" style="position: relative; min-height: 400px; max-width: 100%;"><img src="https://img.genial.ly/5fd380c29270490f70f47a03/f30fb79b-ab39-43a4-b16e-6acb3b0565c8.jpeg" class="loader-genially" style="position: absolute; top: 0; right: 0; bottom: 0; left: 0; margin-top: auto; margin-right: auto; margin-bottom: auto; margin-left: auto; z-index: 1;width: 80px; height: 80px;"/><div id="6a7a1248fd84932be638e464" class="genially-embed" style="margin: 0px auto; position: relative; height: auto; width: 100%;"></div></div><script>(function (d) { var js, id = "genially-embed-js", ref = d.getElementsByTagName("script")[0]; if (d.getElementById(id)) { return; } js = d.createElement("script"); js.id = id; js.async = true; js.src = "https://view.genially.com/static/embed/embed.js"; ref.parentNode.insertBefore(js, ref); }(document));</script></div> <BR /><BR />Seit zwei Jahren gibt es den Dienst, die Nutzung fällt jedoch teilweise dürftig aus. 2025 wurden insgesamt 25.496 Fahrräder in den Boxen abgestellt. In der Sammelbox am Brixner Bahnhof waren es 10.885 Fahrräder, während es in jenen am NOI Techpark lediglich 14 waren. „Es ist sehr standortabhängig. Doch es ist meiner Meinung nach ein gutes Zeichen. Das bedeutet, dass die Orte sehr sicher sind und noch kein Bedarf besteht“, so Dejaco. Die Sicherheit sei auch ein wichtiger Faktor bei der Entscheidung über neue Standorte.<h3> Park-&-Ride-Dienst besser etabliert</h3>Wesentlich besser scheint sich hingegen der Park-&-Ride-Dienst etabliert zu haben. Die Pkw-Parkplätze gibt es derzeit an den Bahnhöfen in Brixen, Marling, Bruneck und Waidbruck. Sie sollen vorrangig Pendelnden mit südtirolmobil Pass zur Verfügung stehen. Das Angebot erfreut sich unter ihnen großer Beliebtheit: So parken in Waidbruck bereits 91 Prozent kostenlos mit südtirolmobil-Pass, in Brixen sind es 89 Prozent, in Bruneck 77 Prozent und in Marling 54 Prozent. <BR /><BR />Kostenloses Parken ist möglich, wenn am selben Tag sowohl die Hinfahrt als auch die Rückfahrt vom Parkplatz mit öffentlichen Verkehrsmitteln erfolgen. Wird hingegen nur eine Fahrt mit den Öffis unternommen, kommt ein reduzierter Tarif von drei Euro zur Anwendung. Für alle übrigen Nutzerinnen und Nutzer gilt der reguläre Tagestarif von sechs Euro. Genutzt werde das Angebot großteils von Einheimischen, mit dem Guest Pass gibt es für Touristinnen und Touristen keine Vergünstigung.<BR /><BR />Der Dienst soll sogar weiter ausgebaut werden: „In Sterzing ist ein weiterer Parkplatz in Planung. Auch in anderen Orten wäre der Bedarf da“, sagt der STA-Direktor.