Seine Mission: so viele Skifahrer und Skifahrerinnen wie möglich über einen professionell ausgeführten Skiservice, die richtige Auswahl der technischen Ausrüstung und die fachgerechte Einstellung sowie elektronische Funktionskontrolle der Bindungen aufzuklären.<BR /><BR /><b>Bei 60 Prozent aller Skiverletzungen soll das Material oder die falsche Präparierung schuld sein.</b><BR />Ernst Messner: Tatsachen und Recherchen haben gezeigt, dass Auswahl, Einstellung und Wartung der Skiausrüstung einen sehr großen Einfluss auf den Spaßfaktor und die Sicherheit haben.<BR />Wer im Winter einmal die Erste-Hilfe-Abteilung eines Krankenhauses besucht, wird sich wundern, wie viele Skifahrer dort mit Verletzungen des unteren Bewegungsapparates usw. eingeliefert werden. Die Ursachen dafür liegen sehr oft – zumindest zu 50Prozent– bei der falschen Auswahl der technischen Ausrüstung, der fehlerhaften Funktion der Bindungen oder dem falsch ermittelten und eingestellten Auslösewert im Sportgeschäft oder Verleih sowie bei der nicht fachgerechten Präparation von Skiern und Snowboards.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="976924_image" /></div> <BR /><BR /><BR /><b>Müssen Wintersportler Angst haben, sich ein Bein zu brechen, wenn sie sich Skier ausleihen?</b><BR />Messner: Nein, ganz und gar nicht! Skifahren ist eine sehr sichere Sportart, wenn man ein paar grundlegende Dinge beachtet. Für viele wird Skifahren aber unwissend gefährlich, weil sie zu wenig auf die fachgerechte Einstellung und Wartung der Ausrüstung achten und somit mit schlecht oder gar nicht präparierten Skiern unterwegs sind.<BR />Diese Unwissenheit der Endverbraucher wird leider auch beim Verleih, Verkauf und Service von Wintersportgeräten stark ausgenutzt und stellt ein sehr großes Sicherheitsrisiko dar. In Südtirol gibt es ein Qualitätssiegel für Skiservice und Verleihbetriebe („Leading Ski Service“).<BR /><b><BR />Inwiefern hat die Präparation einen Einfluss auf die Sicherheit?</b><BR />Messner: Ein gut präparierter Ski erhöht die Sicherheit und bringt mehr Fahrspaß, auch für schwache Skifahrer und bei weniger guten Pistenverhältnissen. Sind die Skier schlecht präpariert, sind sie schwer zu kontrollieren, schwer zu lenken und der Kantengriff fehlt. Das bedeutet einen weit höheren Kraftaufwand sowie oft die Notwendigkeit eines sehr starken Aufkantwinkels, um etwas Grip zu haben. Wird nicht entsprechend des Fahrkönnens präpariert, kann man sehr leicht die Kontrolle über die Skier verlieren. Kommt dann ein Hindernis wie andere Skifahrer, ein Pistenrand oder Sonstiges, dann knallt’s.<BR /><BR /><b>Wie sollte ein Ski präpariert sein?</b><BR />Messner: Grundsätzlich muss der Kunde wissen, dass ein guter und individueller Service nicht in 5 oder 10 Minuten machbar ist. Es sollte bewusst sein, dass ein guter Skiservice auch einen höheren Wert hat und mehr kostet. <BR /><BR /><b>Und auch auf die richtige Einstellung der Bindung kommt es an …</b><BR />Messner: Bindungen sollten nur vom Fachmann eingestellt werden. Kaum jemand weiß, dass die Einstellzahl auf der Bindung nicht das Körpergewicht darstellt, sondern dass dies ein Zahlenwert (Z-Wert) ist, der aus Skischuhsohlenlänge, Körpergröße, Körpergewicht, Fahrkönnen und Alter zu ermitteln ist. Aufgrund dieser Unwissenheit sind sehr viele Bindungen falsch eingestellt. Sie lösen manchmal zu leicht oder zu spät aus – mit den dementsprechenden Folgen.<BR />Viele Bindungen funktionieren zudem nicht richtig. Um sicherzugehen, sollte man seine Bindung also mindestens alle ein bis 2 Jahre oder wenn Skier oder Schuhe gewechselt werden, mit einem elektronischen Bindungsprüfgerät prüfen und den richtigen Z-Wert einstellen lassen.