Dienstag, 31. Mai 2016

Sie hatte einen Neuen: Exfreund verbrennt junge Frau in Rom

Ein neuer Frauenmord schockt Italien. Nach einem achtstündigen Verhör hat die römische Polizei am Montag den 27-jährigen Wächter Vincenzo Paduano wegen des Mordes an seiner Ex-Freundin Sara Di Pietrantonio festgenommen.

Ein Foto aus glücklichen Zeiten, die ein furchtbares Ende fanden: Das Opfer Sara Di Pietrantonio und ihr Mörder Vincenzo Paduano. Foto: Facebook
Ein Foto aus glücklichen Zeiten, die ein furchtbares Ende fanden: Das Opfer Sara Di Pietrantonio und ihr Mörder Vincenzo Paduano. Foto: Facebook

Die verbrannte Leiche der 22-jährigen Wirtschaftsstudentin war am Sonntag unweit ihres Autos auf der via Magliana, nicht weit von der Wohnung entdeckt worden, in der Sara mit ihrer geschiedenen Mutter lebte.

Die Mutter hatte sich auf die Suche nach Sara gemacht, nachdem diese nach einem Abend mit einigen Freundinnen nicht nach Hause zurückgekehrt war, obwohl sie kurz zuvor am Telefon erklärte, auf dem Heimweg zu sein. Beim Ansehen der verbrannten Leiche der Tochter wurde die Frau ohnmächtig.

Auf dem Weg zurück zum Elternhaus soll Sara von ihrem Ex-Freund Paduano aufgehalten worden sein. Die beiden, die zwei Jahren lang in einer Beziehung waren, hatten sich vor drei Wochen getrennt. Der Mann konnte aber nicht akzeptieren, dass Sara bereits einen neuen Freund hatte.

Zwei Autos fahren an brennender Frau vorbei

Aus Wut schüttete Paduano Benzin auf die junge Frau und zündete sie an. Danach flüchtete er, während Sara verzweifelt um Hilfe rief. Zwei Autos fuhren an ihr vorbei, ohne anzuhalten. "Bei sofortiger Hilfe hätte sich Sara retten können", berichtete der römische Polizeifunktionär Luigi Silipo, der die Ermittlungen koordinierte.

"Krankhafte Eifersucht" habe Paduano zum brutalen Mord getrieben. Schon drei Mal hatte Sara in den vergangenen Monaten versucht, sich von Paduano zu trennen. Die Angehörigen hatten jedoch nie den Verdacht gehabt, der Mann könne gefährlich werden.

Kammerpräsidentin Laura Boldrini erklärte sich mit der Familie des Opfers solidarisch. Sie appellierte an alle Frauen, keine Form von Gewalt zu dulden und bei den Sicherheitskräften Schutz zu suchen. 

mit/stol

stol