April Hailer ist leidenschaftliche Musikerin und kann sich für das Gotteslob bzw. den Gottesdienst nichts Schöneres vorstellen als zu musizieren, ganz im Sinne von „Soli deo gloria“, was auf Deutsch „Ehre sei allein Gott“ bedeutet. <BR /><BR />Hailer stammt aus der Schwäbischen Alb und kam 2016 nach Schlinig, zunächst als Hof- und Familienhelferin, die Liebe ließ sie dann in Schlinig sesshaft werden.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1045122_image" /></div> <BR />Hailer wuchs in einer sehr musikalischen Familie auf. Von Kindesbeinen an lernte sie verschiedene Instrumente und Singen, auch die Kirchenmusik war ihr vertraut. Sie studierte Schauspiel und Regie und begann dann ihre Schauspielkarriere. Auch heute ist sie als freiberufliche Schauspielerin noch aktiv und lebt und hilft auf dem Hof ihres Lebenspartners. <h3> Ein Balance- und Kraftakt</h3>„Es ist ein Balance- und Kraftakt“, sagt Hailer. Doch einen, den sie und ihr Partner gerne in Kauf nehmen. Da ihr die Musik schon immer große Freude bereitete und ihre Begeisterung für die Orgel in der Pfarrkirche des Dorfs groß war, entschied sie sich, das Orgelspielen zu lernen. Bis dahin gab es nämlich niemanden im Dorf, der die Orgel spielte, was April Hailer bedauerte.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1045125_image" /></div> <BR />Genau wie ein mehrstimmiger Gesang schöner sei, bereichere auch die Orgel mit ihren unterschiedlichen Registern und ihrer Klangfülle die Gottesdienste. „Sie ist die Königin der Instrumente“, sagt Hailer. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1045128_image" /></div> <h3> Eine Orgel – Keine Selbstverständlichkeit</h3>Wer Hailer in die Pfarrkirche in Schlinig folgt, sucht die Orgel zunächst jedoch vergeblich. Auf der Empore? Fehlanzeige. Hailer erklärt, dass sie sich hinter dem barocken Hochaltar befinde. „Die Schliniger Kirche ist eine kleinere Kirche und doch hat sie eine Orgel“, erklärt Hailer.<BR /><BR /> Das sei nicht selbstverständlich, denn es gebe durchaus größere Kirchen ohne Orgel. Umso erstaunlicher sei es, dass der damalige Geistliche der Kirche eine Orgel einbauen ließ – was auch nicht ganz günstig gewesen sein dürfte.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1045131_image" /></div> <BR />„Die Orgel wurde im Hochaltar integriert, da nur wenig Platz vorhanden war“, fährt Hailer fort. Die Kirche war im 15. Jahrhundert noch eine bescheidene Kapelle gewesen, die dann im 18. Jahrhundert erweitert wurde. Mitte des 19. Jahrhunderts kam dann die Orgel dazu, die in den 1960ern elektrifiziert und 2016 erneuert wurde. Heute lassen April Hailer und Georg Paulmichl, der Organist in Burgeis ist, das Instrument erklingen.