Die nächste Gerichtsverhandlung ist am 27. März geplant, das Urteil wird am 24. April erwartet. Am Freitag hat Petrolini vor dem Schwurgericht in Parma spontane Erklärungen zu den Vorwürfen abgegeben, sie habe ihre beiden neugeborenen Kinder getötet. „Ich bin keine Mörderin. Ich wollte meinen Kindern nie wehtun“, erklärte Petrolin.<BR /><BR />Die beiden Buben waren im Mai 2023 und August 2024 geboren worden. Mit monotoner Stimme und nur einer kurzen Unterbrechung sprach Petrolini etwa sieben Minuten und las dabei von einem Blatt ab. „Diese Kinder waren ein Teil von mir, ich hätte ihnen niemals etwas antun können. Es ist ein Schmerz, der innerlich zerstört“, sagte die Frau, die sich in ihrem Elternhaus in Traversetolo unter Hausarrest befindet. <BR /><BR />Die Angeklagte schilderte die Geburten: Beim ersten Mal spürte sie Schmerzen, wusste nicht genau, was geschah, und begrub das Kind, nachdem sie festgestellt hatte, dass es nicht atmete. Beim zweiten Mal im August 2024 dachte sie zunächst, es sei ihre Periode, und erkannte die Schwangerschaft erst sehr spät. Auch in diesem zweiten Fall begrub sie das Kind, nachdem es nicht atmete. „In dem Moment habe ich nicht daran gedacht, dass auch das andere Kind dort war“, erklärte sie.<BR /><BR />Petrolini betonte, dass sie nach den Geburten körperlich wohlauf gewesen sei, innerlich jedoch zerstört: „Niemand kann den Schmerz verstehen, ein Kind zu verlieren, wenn er es selbst nie erlebt hat. Dass ich am nächsten Tag nach draußen ging, oder Freunde traf, bedeutet nicht, dass es mir nicht schlecht ging. Jedes dieser Kinder war ein Teil von mir, und ich hätte ihnen niemals etwas antun wollen“.<BR /><BR />Sie beschrieb den anhaltenden inneren Schmerz: „Jeden Tag stehe ich auf mit einer Leere, die ich kaum füllen kann. Ich stelle mir vor, wie es wäre, wenn die Kinder hier wären, welche Mutter ich wäre - tausend Fragen, die ich nie beantworten kann. Mit der Zeit lernt man, weiterzumachen, aber die Wunde heilt nicht und blutet jeden Tag.“<BR /><BR />Die im Fall ermittelnde Staatsanwältin Francesca Arienti argumentierte in ihrer Plädoyer, dass der Tod der beiden Neugeborenen „von der Angeklagten geplant und gewollt“ gewesen sei. Petrolini habe sich bewusst medizinischen Kontrollen entzogen, auch während des einsetzenden Geburtsvorgangs. Sie habe auf alle gebotenen gynäkologischen Untersuchungen verzichtet und jegliche Betreuung abgelehnt. Der Prozess wird jetzt mit dem Plädoyer der Verteidigung fortgesetzt.