Mittwoch, 27. Dezember 2017

Sieben Monate lange Odyssee mit Katze im Indischen Ozean

Spärliche Nahrung und als einzige Gesellschaft eine Katze – unter diesen widrigen Umständen hat ein Pole nach eigenen Angaben eine siebenmonatige Irrfahrt durch den Indischen Ozean überlebt.

Eine Katze als einzigen Begleiter soll der Pole gehabt haben. - Foto: shutterstock
Eine Katze als einzigen Begleiter soll der Pole gehabt haben. - Foto: shutterstock - Foto: © shutterstock

Der 54-Jährige wurde am ersten Weihnachtstag vor der französischen Insel La Reunion von seinem manövrierunfähigen Boot gerettet, wie dort die französische Küstenwache am Dienstagabend (Ortszeit) mitteilte.

Der Pole war von der Besatzung einer Yacht entdeckt worden. Er hatte im Mai von den Komoren vor der Küste Mosambiks nach Südafrika fahren wollen. Dazu verwendete er ein selbst umgebautes ehemaliges Rettungsboot eines Kreuzfahrtschiffs. Durch starke Strömungen in der Straße von Mosambik kam er aber deutlich vom Kurs ab und trieb schließlich bis nach La Reunion. Nach Angaben der Küstenwache waren die Instrumente seines Bootes zerstört worden, sodass der Pole keine Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme hatte.

Der Seefahrer schilderte, er und seine Katze hätten in den vergangenen Monaten von einer halben Packung Fertigsuppe pro Tag gelebt und von dem, was er aus dem Meer habe angeln können. Nach Schilderung des Polen hatte seine Odyssee eigentlich schon im Jahr 2014 begonnen. Nach zehn Jahren in den USA reiste er damals nach Indien und kaufte sich dort sein Boot mit dem Ziel, nach Polen zu segeln.

Nach zeitaufwändigen Umbauarbeiten an dem Boot habe er die Fahrt schon bald nach dem Verlassen des Hafens wegen eines Problems mit dem Mast abbrechen müssen. Er sei auf den Komoren an Land gegangen, um dort sein Boot erneut umzubauen.

Die Polizei leitete eine Untersuchung zu der Irrfahrt ein. Der 54-Jährige gab an, dass er nicht in die USA zurückreisen könne, weil seine Aufenthaltsgenehmigung abgelaufen sei. Statt nach Polen zurückzukehren, wolle er nun erst einmal eine Weile auf La Reunion bleiben und sein Boot reparieren.

dpa

stol