Bislang war das Verbot nur bis zum 10. März ausgesetzt worden. „Damit dürfte die Sache vom Tisch sein“, urteilt Europaparlamentarier Herbert Dorfmann.Ganze sechs Zeilen lang ist die jüngste Entscheidung der Regulierungsbehörde URSF zum Halteverbot für die ÖBB- und DB-EC-Züge entlang der Brennerachse. Doch die wenigen Zeilen haben große Wirkung. Dehnen sie doch den Aufschub der Aussetzung des Halteverbotes auf unbestimmte Zeit aus. Und zwar solange „bis eine neue Entscheidung auf Basis der durch die Parteien vorgelegten weiteren Informationen getroffen wird“.„Der Druck von allen Seiten, insbesondere aus Brüssel, dürfte wohl schlussendlich doch zu groß geworden sein“, meint dazu Herbert Dorfmamn. So hatte auch die EU-Verkehrskommission Zweifel gehegt, ob das Verbot im Einklang mit EU-Normen stehe. „Das ist ein schöner Erfolg für Südtirol“, findet Dorfmann.Zwar ist die Sache damit theoretisch noch nicht gegessen, doch der vorerst uneingeschränkte Zeitgewinn spielt den deutschen und österreichischen Bahnen in die Hände. „Nun haben die Gerichte alle Zeit und wenn die Sache vor den EuGH kommt, hat das Halteverbot dort meines Erachtens nach keine Chance“, sagt der SVP-Europaparlamentarier.Das Halteverbot hatte die italienische Schienenregulierungsbehörde im Dezember erlassen und damit für helle Aufregung gesorgt und einen Proteststurm ausgelöst. Fernzüge der ÖBB, die seit 2009 in Kooperation mit der Deutschen Bahn zwischen München und Verona bzw. Bologna und Venedig verkehren, hätten demnach nicht mehr in Südtirol anhalten dürfen (wir berichteten). Sie behinderten den Regionalverkehr, hieß es. ih