<BR /><BR />„Dieses Gerichtsverfahren war zweifellos eines der größten, wenn nicht das größte überhaupt in der jüngeren Südtiroler Geschichte“, heißt es in Silbernagls Stellungnahme nach dem heutigen Freispruch im Prozess rund um eine annullierte Ausschreibung des Landes ( <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/entscheidung-im-sad-prozess-freispruch-fuer-alle-angeklagten" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Hier lesen Sie mehr dazu</a>). <BR /><BR />„Jahrelang hat die Staatsanwaltschaft ermittelt. Zahlreiche Personen wurden behördlich belauscht – in Telefongesprächen, in persönlichen Gesprächen, bei Treffen. Es gab äußerst gründliche Untersuchungen und Nachforschungen, jedem Verdachtsmoment wurde minutiös nachgegangen.“ <h3> „Zum Schluss noch 2 Angeklagte, für die selbst der Staatsanwalt den Freispruch beantragt hat“</h3>Das sei laut Silbernagl auch richtig so: „Wenn es Verdachtsmomente gibt, wenn es auch nur Zweifel gibt, ob vielleicht etwas Unkorrektes vorliegt, dann ist es die Pflicht der Ermittlungsbehörden, der Sache auf den Grund zu gehen. Und so ist es geschehen: Es wurde ein riesiger Aufwand betrieben und nichts unterlassen.“ <BR /><BR /><i>Das Urteil im SAD-Prozess ist gefallen, der Tatbestand der Wettbewerbsstörung liegt nicht vor: Damit hat der Strafsenat am Bozner Landesgericht am heutigen Montag die beiden Angeklagten, LiBUS-Chef Markus Silbernagl und den Ex-Leiter der Abteilung Mobilität des Landes, Günther Burger, freigesprochen. Burger und Silbernagel standen nach dem Urteil Rede und Antwort.</i><BR /><BR /> <video-jw video-id="Lbi5Qx00"></video-jw> <BR /><BR />Schließlich sei das Strafverfahren am Landesgericht eingeleitet worden – das Ergebnis: „Nach diesen jahrelangen, gründlichen Ermittlungen gab es bis zum Schluss noch 2 Angeklagte, für die selbst der Staatsanwalt den Freispruch beantragt hat.“ <h3> „Beweis, dass nichts Unrechtes getan wurde“ </h3>Dass der Strafsenat dem Antrag stattgab, sei laut Silbernagl „folgerichtig“. <BR /><BR />„Für mich ist dies ein Beweis, dass tatsächlich nichts Unrechtes getan wurde. Nicht von mir und nicht von anderen, die in diesem Verfahren verdächtigt wurden oder anderweitig betroffen waren.“<BR /><BR />Davon sei Silbernagl von Anfang an überzeugt gewesen. „Nun bin ich froh und erleichtert, dass auch das Gericht dies festgestellt und bestätigt hat.“<h3> „Ein Schaden, der bleibt“ </h3>5 Jahre lang hat ihn dieses Verfahren begleitet – „und auch belastet. Ich war in meiner beruflichen und auch persönlichen Handlungsfreiheit eingeschränkt. 5 lange Jahre.“<BR /><BR />Im Zusammenhang mit diesem Verfahren ist übrigens ein Buch erschienen, das auf Dokumenten aus den Ermittlungen beruht, die eigentlich nur den Gerichtsbehörden und Prozessparteien vorbehalten sein sollten. Das Buch hat für großes Aufsehen gesorgt und auch zu Verunsicherung und Vertrauensverlust in Menschen und Institutionen geführt. Dies ist ein Schaden, der bleibt.