Dienstag, 01. Januar 2019

Silvester in Italien: Viele Verletzte und 658 Feuerwehreinsätze

Traditionsgemäß wurde der Jahreswechsel auch in Italien ausgiebig und trotz weitläufiger Verbote mit viel Böllern und Krachern gefeiert. Die Folge waren auch heuer zahlreiche Verletzte und Brände. Am schwersten verletzt wurden zwei junge Männer in der Lombardei bzw. im Piemont sowie eine Frau in Benevent, die von einer Feuerwerksrakete getroffen wurde.

Besonders stimmungsvoll: Das Feuerwerk beim Circus Maximus in Rom.
Besonders stimmungsvoll: Das Feuerwerk beim Circus Maximus in Rom. - Foto: © APA/ANSA

Einer der schwersten Silvesterunfälle ereignete sich in Cesate bei Mailand. Einem 23-jährigen Mann explodierte ein großer Knallkörper zwischen den Händen. Dabei wurde seine rechte Hand fast vollkommen zerfetzt und seine linke Hand schwer verletzt. Der Mann, der auch Brandverletzungen im Gesicht und Verletzungen am Kopf erlitten hatte, wurde von den Rettungskräften erstversorgt und in das Niguarda-Krankenhaus von Mailand gebracht.

Im Susa-Tal im Piemont hat ein 19-jähriger Student durch die Explosion eines Böllers seine rechte Hand verloren und auch Verletzungen am Bein erlitten.

Schauplatz des wohl schwersten Unfalls war ein Festzelt in Kampanien. Eine 36-jährige Frau aus Sant’Agata de Goti wurde während der Silvesterfeier von einer Feuerwerksrakete im Brustbereich getroffen. Sie erlitt dabei schwerste Lungenverletzungen und schwebt in Lebensgefahr. Sie wurde in das Krankenhaus Rummo von Benevento eingeliefert.

In Kampaniens Hauptstadt Neapel und Umgebung waren mit 37 Personen erwartungsgemäß die meisten Unfallverletzten zu verzeichnen. Am schwersten erwischte es einen 12-jährigen Buben, der bei der Explosion eines Knallkörpers den Verlust eines Fingers der rechten Hand erlitten hat.

Die italienischen Feuerwehren erlebten eine besonders intensive Arbeitsnacht. Ihre Einsätze stiegen von 519 im Vorjahr auf 658 in der Silvesternacht 2018/19. Allein in Rom mussten die Wehrleute zu 160 Einsätzen ausrücken. Drei Viertel aller Anrufe betrafen Schadfeuer, wobei es sich in den meisten Fällen um brennende Mülltonnen handelte.

stol

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