Wir haben mit fünf von ihnen über die Veränderungen im Laufe der Jahre, die positiven Aspekte und darüber, was Ihrer Meinung nach zu ändern wäre, gesprochen.<BR /><BR />Paola Lupi, die Kunst-Glashandwerk anbietet, erinnert sich gern an die 1990er-Jahre. „Früher war es viel leichter, unsere Produkte zu verkaufen. Die Kunden haben sich in den vergangenen 34 Jahren geändert, kunsthandwerklich hergestellte Dinge wurden damals mehr geschätzt und nachgefragt als heute.“ Die Pacht für einen Stand sei im Laufe der Jahre zwar gestiegen, jedoch nicht so stark wie beispielsweise in Trient. „Dort mussten manche Kollegen deswegen bereits das Feld räumen“, berichtet Lupi.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1253466_image" /></div> <BR />Für die nächsten Auflagen wünscht sie sich, „dass man mehr Angebote für die hiesige Bevölkerung bringt und nicht den Großteil auf die Touristen abstimmt“, erklärt Lupi.<h3> „Es geht wieder aufwärts“</h3>„Der Markt läuft gut“, findet Rainer Bernardi. Er verkauft auf dem Christkindlmarkt Krippen und sonstige Holzschnitzereien. Nach dem Einsturz während der Corona-Pandemie habe sich die Lage nun wieder beruhigt. „In der letzten Zeit geht es wieder aufwärts“, erklärt Bernardi.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1253469_image" /></div> <BR />„Wichtig ist aber, dass man einen Stand in Zentrumsnähe des Marktes betreiben kann, wo der Kundenfluss entsprechend hoch ist“, unterstreicht der Krippen-Verkäufer.<h3> „Es wird sehr viel investiert“</h3>„Der Christkindlmarkt ist im Laufe der Jahre immer besser geworden, sei es von der Struktur als auch vom Organisatorischen her“, meint Gerold Wilhelm, der Betreiber des Karussells und der Bimmelbahn am Waltherplatz. „Es wird auch sehr viel investiert und das Verkehrsamt ist ein guter Ansprechpartner“, fügt er hinzu.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1253472_image" /></div> <BR />Mit dem bisherigen Verlauf des heurigen Christkindlmarktes ist Wilhelm zufrieden. „Mit meinem Karussell erfreue ich viele kleinere Kinder, aber auch Omis und Opis“, erklärt er gut gelaunt. Einziges Manko: „Einige Waren, die angeboten werden, haben auf dem Markt nichts zu suchen, vor allem jene, die mit Weihnachten nichts zu tun haben“, kritisiert Wilhelm.<h3> „Heute ist es unpersönlicher geworden“</h3>Handbemalte Weihnachtskugeln bringt Franz Wieser seit mehreren Jahrzehnten an den Mann und die Frau. „Es ist so, dass in den Anfangsjahren Leute mit einer prallen Geldbörse gekommen sind. Heutzutage fehlt diese öfters, also wird weniger erworben“, bringt es Wieser auf den Punkt.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1253475_image" /></div> <BR />Was sich verändert habe, sei der Umgang unter den Standbetreibern. „Früher kannte man sich untereinander, heute ist es unpersönlicher geworden, fast anonym“, findet Wieser. In diesem Jahr kämen zwar viele Leute, „aber es wird mehr geschaut als gekauft“, berichtet er.<h3> „Die Welt hat sich verändert“</h3>Ebenfalls sehr lange mit von der Partie ist Ivan Marinelli, der einen Gastronomiestand betreibt. „Die Welt hat sich verändert. Anfangs gab es große Skepsis am Markt, später sind wir durch die Werbetrommel, die gerührt wurde, weitum bekannt geworden“, erinnert sich Marinelli. Auffallend sei, dass nun viel gespart werde, beispielsweise eine Tasse Glühwein zu zweit.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1253478_image" /></div> <BR />„Bei mir sind es praktisch immer dieselben, die mich besuchen“, erklärt Marinelli, der fordert: „Der Christkindlmarkt muss auf jeden Fall auf dem Waltherplatz bleiben, dort ist er geboren!“