Freitag, 21. September 2018

Sinich: Feuer in Tischlerei hält Feuerwehren auf Trab

In der Nacht auf Freitag ist es in Sinich bei Meran zu einem Brand gekommen, der wenige Stunden nach dem ersten Löschen am Freitagmorgen erneut entflammte. Insgesamt wurden durch den Brand und dessen Löscharbeiten 10 Personen verletzt.

Foto: DLife
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Foto: DLife

Der erste Brandalarm erreichte die Einsatzkräfte gegen 22.40 Uhr am Donnerstag: In einer Tischlerei in der Sinichbachstraße war ein Feuer ausgebrochen, das auf die angrenzende Wohnung im Dachgeschoss übergriff.

Der 35-jährige Bewohner konnte rechtzeitig von den Feuerwehrleuten gerettet und nach einer Untersuchung durch den Notarzt mit mittelschwerer Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus von Meran gebracht werden.

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Der Bewohner konnte gerettet werden. - Foto: FFW Freiberg 

Feuerwehrsirene rettet Nachbarsfamilie

Der Einsatz der Feuerwehr rettete noch weitere Leben: Eine 7-köpfige Familie im Nachbarhaus hatte die Fenster offen gelassen, durch die der Rauch ungehindert eindrang. Wäre die Familie nicht von den Sirenen der Feuerwehr geweckt worden, hätte eine schwere Rauchgasvergiftung oder noch schlimmeres die Folge sein können.

So konnten die 4 Erwachsenen und die 3 Kinder (2 Buben im Alter von 4 und 6 Jahren sowie ein einjähriges Mädchen) rechtzeitig das Haus verlassen. Sie wurden mit Symptomen einer leichten Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus von Meran gebracht.

Die Feuerwehren im Einsatz in der Nacht auf Freitag. - Foto: FFW Freiberg

Nachdem das Feuer gelöscht war, rückten die Einsatzkräfte wieder ein - aber nicht für lange.

Brand entfacht neu  - 2 Feuerwehrleute verletzt

Bereits wenige Stunden später, gegen 5.40 Uhr, ging erneut ein Brandalarm aus, wieder von der gleichen Adresse. Das gelöschte Feuer hatte sich neu entfacht. Stundenlang kämpften die Wehrleute gegen das Feuer, zwei Wehrmänner zogen sich bei den Löscharbeiten sogar leichtere Verletzungen zu.

Im Einsatz standen die Wehren von Sinich, Freiberg, Untermais, Labers, Gratsch und Obermais, der Notarzt und das Weiße Kreuz von Meran und die Carabinieri von Schenna.

Erst zum zweiten Brand wurde auch die Berufsfeuerwehr von Bozen gerufen, doch eine Brandursachenermittlung war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich: Das 2. Feuer hatte die Ursache des 1. Brandes zerstört.

Wie es kommen konnte, dass das Feuer trotz des Einsatzes der Feuerwehren erneut entflammen konnte, weiß Offizier Harald Schwarz von der Berufsfeuerwehr: „Es ist nicht unüblich, dass es zu einem erneuten Brand kommt. In diesem Fall gab es sehr viele unerreichbare Stellen, man hätte Mobiliar herausreißen und Wände herunterbrechen müssen, um festzustellen, ob sich dahinter noch Glutnester befinden. Meines Erachtens nach haben die Feuerwehrleute alles in ihrer Macht stehende getan.“

stol/liz

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