„Geplant sind 2 Felder, die für internationale Wettkämpfe zugelassen sind. Die Beacharena soll überdacht und samt Seitenwänden auch im Winter bespielbar sein“, sagte gestern Finanz- und Sportstadtrat Nerio Zaccaria. Bereits im kommenden Sommer soll die Arena auf dem Areal der verlotterten Tennisplätze bespielbar sein. <BR /><BR />„Während die neuen Padel-Plätze im Tenniszentrum in Untermais eher das italienische Publikum anzieht, ist Beachvolley unter den deutschen Sportbegeisterten beliebt“, schickt Zaccaria voraus. <BR /><BR />Das Beacharena-Konzept sei Ergebnis einer Studie. „Damit die Anlage auch im Winter bespielbar ist, sollen in der kalten Jahreszeit mobile Wände herabgelassen und der Boden unter dem Sand mit Heizschlangen durchzogen werden. Wenn die Anlage überdacht ist, können wir erstens um einen Landesbeitrag ansuchen und zweitens wird die Halle landesweit Anziehungspunkt für Sportler“, sagt Zaccaria. Beheizt werden soll die Anlage über eine Photovoltaik-Anlage, die am Dach des Boccia-Clubs angebracht werde. <BR /><BR />Aber die Beacharena soll nicht nur das Zuhause für die Beachvolley-Spieler werden, sondern auch für Beach-Soccer, Handball, Rugby, Tennis sowie Badminton zur Verfügung stehen. „Mit der Beacharena soll der Bereich der alten Tennisplätze, die an Wimbledon erinnern, weil auf ihnen bereits Gras wuchert, sowie insgesamt die Zone aufgewertet werden“, unterstreicht Nerio Zaccaria. Gleichzeitig werden auch die bestehenden Umkleiden erneuert und erweitert.<BR /><BR />Mit dem Ja des Gemeinderats im Rahmen der Debatte zur 8. und letzten Haushaltsänderung sowie zur 6. Änderung sechste Änderung des Einheitlichen Strategiedokuments am Dienstagabend kann nun die Meranarena, die die Beacharena betreiben soll, mit Projektierung und Bau beginnen. Die Kosten werden mit rund 800.000 Euro beziffert. <h3> Kritik</h3>Aber nicht alle im Gemeinderat sind glücklich über diese sportliche Seite des Stadtrats. Geradezu Sperrfeuer gab es von der Sinicher Rechtspolitikerin Paola Zampieri (Fratelli d'Italia). „Bevor man hier Kathedralen in der Wüste baut, wäre es besser die alten Probleme zu beseitigen“, sagte Zampieri und nannte den schäbigen Parkplatz vor dem Ex-Dopolavoro sowie den „Fischerteich, der zu einer stinkenden Lacke geworden ist“.<BR /><BR />Die Parkplatzarbeiten seien bereits vergeben und was den Fischerteich betreffe, werde derzeit gemessen, wie viel Wasser er verliere, um zu verstehen, ob man ihn mit Wasserpumpen revitalisieren könne, entgegnete Zaccaria. „Mit der Beacharena soll Sinich aufgewertet werden, indem zusätzliche Besucher kommen“, sagte er. „Wir arbeiten daran und müssen uns von niemand belehren lassen“, sagte Rätin Beatrice Calligione (La Civica) in Richtung Zampieri.<BR /><BR />Dass Meran ein Beachvolley-Areal brauche, sei bereits Thema im Wahlkampf gewesen. „Der Standort Sinich wurde für gut befunden. Aber es gibt 2 Aber“, meint Madeleine Rösch, Fraktionssprecherin der Grünen. Erstens sei mit Zaccaria, Strohmer und Rösch sowie Vereinen und Bevölkerung von Sinich eine Studie erstellt worden. „Jetzt kommt ein neues Projekt, das mit den Vereinen und der Bevölkerung nie diskutiert wurde und die nun den Eindruck bekommen, dass zusätzliche Vorschläge unter den Tisch fallen. Dieser Vorschlag gehört mit der Bevölkerung diskutiert und zweitens fehlt uns ein ganzheitliches Konzept für diese Zone. Es ist ein Flickwerk“, sagt Rohrer. Zudem trage diese Haushaltsänderung „die Handschrift von Zaccaria, der schon im Wahlkampf ist. Eine Handschrift des Bürgermeisters ist nicht zu erkennen“, kritisierte Rohrer.