Bei einer Extra-Säuberung der Stadtwerke an 6 Sammelstellen wurden gestern für mehrere Tausend Euro Kosten 4 Tonnen Müll entsorgt. Zahlen dürfen alle Meraner. Nun sollen die Restmüllcontainer verdoppelt werden. „Im restlichen Meran wird der Restmüll einmal wöchentlich abgeholt, in Sinich öfter als einmal. Leider ist es so“, stellt Patrik König, Generaldirektor der Stadtwerke, trocken fest.<BR /><BR />Seit mit 9. Jänner die Biomüll-Trennung eingeführt wurde, scheinen in Sinich rund um die Wertstoffinseln die banalsten Müll-Regeln förmlich im Dreck zu ersticken. „So einen ,Riesenpuff‘ in diesem Ausmaß stellen wir nur in Sinich fest. Auch wenn mir heute (gestern, Anm. d. Red.) 2 Anrainer erzählt haben, dass auch Leute mit Autos von außen kämen und Müll einfach hinausschmeißen“, sagt König.<BR /><BR />Gemeinderätin Paola Zampieri von der Rechtspartei Fratelli d'Italia macht dafür die Stadtwerke verantwortlich, weil diese nur einmal wöchentlich den Restmüll holen würden. „Dass gewisse Politiker auf Kosten von Sinich und den Stadtwerken Wahlkampf machen, statt nach Lösungen zu suchen, ist billig“, sagt Hans Werner Wickertsheim, Präsident der Stadtwerke. Zumal in Sinich der Müll öfter abgeholt werde, als in allen anderen Stadtteilen. „Dass 4 Tonnen Müll zusammengekommen sind, hat auch damit zu tun, dass dort auch Sperrmüll wie ein alter Diwan einfach auf der Straße landet“, sagt König.<BR /><BR />Bis im Jänner 2024 der Presscontainer in Betrieb geht, wolle man für die Monate dahin – vor allem die Sommermonate- vorbauen. Für einige Kondominien sollen zusätzliche Entleerungen auf deren Kosten organisiert werden. „Wir tun, was wir können, haben aufgeräumt und unsere Hausaufgaben gemacht. Hut ab vor meinen Mitarbeitern“, sagt König. Ob sich die Leute nun an die Mülltrennung halten, sei ein frommer Wunsch. „Mir tut es für die vielen Sinicher, die sich an die Regeln halten, sehr leid. Aber es gibt eben auch Leute, die sich um gar nichts scheren und gegen die wir so gut wie keine Handhabe haben – Personen, die sich teilweise über dem Gesetz sehen“, sagt König.