Aus der langjährigen Beratungstätigkeit sowie Workshoparbeit an Schulen wisse man, dass Jugendliche gerade bei Themen wie Körper, Sexualität, Beziehungen und Gefühlen viele Fragen und Unsicherheiten haben.<BR /><BR />Die ASTAT-Jugendstudie 2021 zeigt, dass sich 81 Prozent der Jugendlichen ab 14 Jahren Informationen über Sexualität im Internet beschaffen. Gleichzeitig beobachtet Young+Direct, dass viele Jugendliche Schwierigkeiten haben, Inhalte aus dem Netz kritisch einzuordnen. Dies führe nicht selten zu Fehlinformationen, unrealistischen Vorstellungen und zusätzlicher Verunsicherung.<BR /><BR />Der Südtiroler Jugendring betont deshalb die Bedeutung eines fundierten Sexualkundeunterrichts in der Schule. <BR /><BR />„Sachliche Informationen, persönliche Ansprechpersonen und die Auseinandersetzung mit Themen wie Respekt, Vertrauen, Grenzen und Verantwortung sind wichtige Voraussetzungen für eine gesunde körperliche und emotionale Entwicklung“, so Reiner.<BR /><BR />Darüber hinaus leiste Sexualkundeunterricht einen wichtigen Beitrag zur Prävention sexualisierter Gewalt und zur Sensibilisierung für Grenzverletzungen – sowohl im realen als auch im digitalen Raum.<BR />Der Südtiroler Jugendring hofft daher, dass das Land Südtirol und die Bildungsdirektionen Wege finden, um Sexualkundeunterricht weiterhin ohne Einschränkungen an den Schulen zu ermöglichen.