„Wir sind froh, dass wichtige Maßnahmen zum Thema Familie in einem Gesetz zusammengefasst werden, doch bemängeln wir insbesondere, dass die Kriterien für die gerade in diesem Bereich so notwendige finanzielle Unterstützung nicht per Gesetz geregelt werden“ so Igor Guizzardi, Vorsitzender des Südtiroler Jugendrings. Laut dem SJR und seinen Mitgliedsorganisationen ist das notwendig, um Planungssicherheit zu schaffen. Gefordert wird auch eine deutliche Erhöhung der finanziellen Unterstützung für Familien.In einer Stellungnahme, die auch dem Landtag übermittelt worden ist, plädiert der Südtiroler Jugendring außerdem dafür, dass steuerliche Erleichterungen auf Landes- und Gemeindeebene Familien mit zu Lasten lebenden Kindern – statt wie es derzeit der Fall ist nur Familien mit minderjährigen Kindern – gewährt werden. Auch seien im Familienbeirat ausdrücklich Vertreter für die Interessen der Kinder und Jugendlichen vorzusehen. „Wichtig ist dem SJR zudem, dass auch Kinder unter drei Monaten, sofern dies besondere familiäre und soziale Situationen erfordern, Zugang zu Tagesmütter-/Tagesväterdienst, Kinderhort oder Kindertagesstätte gewährt wird“, betont der Vorsitzende des Südtiroler Jugendrings.MahnwacheKritik am sogenannten Familiengesetz kommt auch von der Gewerkschaft AGB/CGIL.Die Frauenkoordination des AGB/CGIL wird anlässlich der Wiederaufnahme der Diskussion um das Gesetz im Landtag ab dem 9. April und bis zum 12. April täglich von 10 bis 12 Uhr vor dem Landtag eine Mahnwache abhalten. Die Frauenkoordination fordert den Rückzug des derzeitigen Entwurfs für das Familiengesetz.