Montag, 12. September 2016

SJR-Geschäftsführer Michael Peer ist tot

Der Geschäftsführer des Südtiroler Jugendrings Michael Peer ist tot. Er starb nach schwerer Krankheit im Alter von 43 Jahren in der Nacht auf Montag.

Michael Peer ist in der Nacht auf Montag nach langer Krankheit gestorben. - Foto: SJR
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Michael Peer ist in der Nacht auf Montag nach langer Krankheit gestorben. - Foto: SJR

Michael Peer war viele Jahre ehrenamtlich in der Kinder- und Jugendverbandsarbeit tätig. Seit 2005 war er hauptberuflich wieder im SJR. Er hatte die Personalführung und Verwaltung über und koordinierte in enger Abstimmung mit dem Vorstand die Tätigkeit der Geschäftsstelle. Zudem hatte er die Verantwortung für die Jugendberatungsstelle Young+Direct und die Servicestelle für Kinder- und Jugendpartizipation Young+Active.

Landesrat Philipp Achammer kondoliert

Am Montagnachmittag erinnerte Landesrat Philipp Achammer an Michael Peers vielseitiges Engagement in der Jugendarbeit: "Mit dem unerwartet frühen Tod von Michi Peer geht ein Mensch von uns, der nicht nur ein offenes Ohr für die Anliegen der Kinder und Jugendlichen hatte, sondern der stets mit Herz und Begeisterung bei der Sache war", sagte Landesrat Philipp Achammer.

"Wenn die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung die Meinungen und Wünsche junger Menschen heute mehr denn je nicht nur wahr- sondern auch ernstnehmen, dann ist dies auch dem Einsatz und der Hartnäckigkeit zu verdanken, die Michi an den Tag legte, wenn es darum ging, sich für die Belange der Jugendarbeit einzusetzen. Für Michi waren Kinder und Jugendliche immer ein wesentlicher Teil der Gesellschaft. Daher war er überzeugt davon, dass sie einen aktiven Beitrag zur gesellschaftlichen Weiterentwicklung leisten können und sollen. Uns allen wird Michi sehr fehlen. Was bleibt, sind nicht nur die Erinnerungen, sondern vor allem sein Verdienst um die Jugendarbeit im Lande, die ohne ihn um ein wichtiges Kapitel ärmer wäre", so Landesrat Philipp Achammer.

Auch Katholische Jungschar und Katholische Jugend trauern

Auch die KJS und SKJ reagierten mit großer Betroffenheit auf den Tod Michael Peers.  "Wir haben Michi immer als großen ‚Kämpfer? erlebt, der sich bis zum Schluss für die Rechte von Kindern und Jugendlichen eingesetzt hat“, sagte Fabian Plattner, 1. Vorsitzender der Katholischen Jungschar Südtirols.

Michael Peer war von 1994 bis 1997 2. Vorsitzender und von 1997 bis 1999 1. Vorsitzender der Katholischen Jungschar.

„Wir waren immer tief beeindruckt davon, mit welcher Vision und Tatkraft er in den letzten zwei Jahrzehnten die Kinder- und Jugendarbeit in Südtirol weitergebracht hat“, so Filippa Schatzer, 1. Landesleiterin von SKJ, zum Tode Michael Peers.

Kinder- und Jugendanwältin Paula Maria Ladstätter nimmt Anteil

Südtirols Kinder- und Jugendanwältin Paula Maria Ladstätter nahm ebenso Anteil an der Trauer der Angehörigen von Michael Peer: „Michael Peer hat sich trotz krankheitsbedingter Einschränkungen unerschrocken und mit aller Kraft für die Anliegen von Kindern und jungen Menschen eingesetzt“, sagte Ladstätter am Montag. Er habe sich vor Jahren auch für die Einrichtung einer Kinder- und Jugendanwaltschaft für Südtirol stark gemacht, so die Kinder- und Jugendanwältin weiter, und dafür gekämpft, dass diese unabhängig wird und bleibt.

Ladstätter hat mit Peer in vielen Belangen eng zusammengearbeitet und dabei einen Menschen kennengelernt, der trotz Krankheit stets Zuversicht ausgestrahlt und seine Ziele mit großer Intensität und Kraft verfolgt habe. Kinder und Jugendliche seien ihm ein Herzensanliegen gewesen. Er bleibe ihr als willensstarker Mensch und auch als Freund in Erinnerung, sagte die Kinder- und Jugendanwältin. Sie drücke den Angehörigen ihr Beileid aus und wünsche ihnen in der Zeit des Abschiednehmens viel Kraft. 

STOL hat in Gedenken an Michael Peer ein Kondolenzbuch eingerichtet.

stol

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