„Luca braucht die Schule, er muss mit anderen Kindern zusammen sein, und jetzt ist er gezwungen, zu Hause zu bleiben“: Die Mutter des 6-jährigen autistischen Buben aus Rom klagt, sie habe Angst, ihn dorthin zu bringen: „Seit ich diese Nachrichten gelesen und diese Audios voller Hass auf meinen Sohn gehört habe, ich kann meinen Sohn nicht in die Hände derer geben, die so etwas über ihn sagen.“<BR /><BR />Seine Lehrer hätten Luca verunglimpft, berichtet die Mutter laut der italienischen Nachrichtenagentur Ansa. Öffentlich gemacht hat den Fall „La battaglia di Andrea“, eine Vereinigung, die sich für die Rechte von Menschen mit Behinderungen einsetzt. Eine Betreuerin, die Zugang zu dem Chat hatte, hatte die Nachrichten der Mutter zugespielt.<BR /><BR /> Die für Inklusion verantwortliche Ministerin Erika Stefani kommentierte die Angelegenheit in einem Posting in den Sozialen Medien: „Die Zeitungen berichten über einen schweren Fall gegen ein 6-jähriges Kind mit Autismus-Spektrum-Störungen.“ <BR /><BR />Stefani weiter: „Sollten sich die Anschuldigungen gegen die Lehrer, die sich in einem Whatsapp-Chat über das Kind lustig gemacht haben, bestätigen, hätten wir es mit einem inakzeptablen Klima und einem Verhalten zu tun, das den Einzelnen beleidigt und all jenen Schaden zufügt, die tagtäglich mit Hingabe in der Schulwelt arbeiten und Schüler mit Behinderungen beim Lernen begleiten. Worte sind wichtig und haben Konsequenzen, daher erwarten wir eine Klärung des Sachverhalts.“ Die Ministerin kündigt außerdem „beispielgebende Maßnahmen“ an, sollten sich die Vorwürde als korrekt erweisen.