Montag, 14. Dezember 2020

Skilehrer-Demo gegen geschlossene Skipisten in Turin

Hunderte Skilehrer haben sich am Montag in Turin an einer Protestaktion gegen die von der italienischen Regierung beschlossene Schließung der Skipisten beteiligt. „Ski ist nicht nur ein Hobby. Viele Familien leben von diesem Beruf und sind in großen Schwierigkeiten“, betonten die Demonstranten. Allein in der norditalienischen Region Piemont seien 3000 Skilehrer arbeitslos.

Der Beschluss, die Skipisten über die Weihnachtsfeiertage zu schließen, sei ein enormer Verlust für alle Berggemeinden.
Der Beschluss, die Skipisten über die Weihnachtsfeiertage zu schließen, sei ein enormer Verlust für alle Berggemeinden. - Foto: © shutterstock
„Ski ist kein Hobby, sondern ein Beruf“, war auf den Transparenten der Demonstranten zu lesen, die sich im Zentrum von Turin versammelten. Der Beschluss, die Skipisten über die Weihnachtsfeiertage zu schließen, sei ein enormer Verlust für alle Berggemeinden. Damit gehe 50 Prozent des Umsatzes der Saison verloren.

Die italienische Regierung hat strenge Reisebeschränkungen über die Weihnachtsfeiertage beschlossen. Reisen zwischen den italienischen Regionen sollen vom 21. Dezember bis zum 7. Jänner nur aus arbeits- und gesundheitlichen Gründen und in anderen Notlagen möglich sein.

Am 25. und 26. Dezember sowie am 31. Dezember und am 1. Jänner darf man den eigenen Wohnort nicht verlassen. Die Skipisten bleiben über die Weihnachtsfeiertage geschlossen. Erwartet wird, dass die Maßnahmen in den nächsten Tagen weiter verschärft werden.

Italien hat Großbritannien als das Land mit den meisten Corona-Todesfällen in Europa abgelöst. Am Sonntag wurden 484 Personen gemeldet, die an oder mit Covid-19 gestorben sind. Am Samstag waren es 649 gewesen. Damit stieg die Zahl der Toten seit Beginn der Pandemie auf 64.520.

apa